40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » Rhein-Hunsrück-Zeitung
  • » Kappensitzung: Kirchberger Narren verstehen es zu feiern
  • Kappensitzung: Kirchberger Narren verstehen es zu feiern

    Kirchberg. Die Kirchberger sind ein feierfreudiges Völkchen, das wurde schon beim Einzug des Elferrates, der von den Blauen und Roten Funken begleitet wurde, deutlich. Von Beginn an, war die Stimmung in der voll besetzten, bunt geschmückten Stadthalle prächtig und die Narren waren gut aufgelegt.

    Sie sind der ganze Stolz der Kirchberger Narren: die Blauen Funken.
    Sie sind der ganze Stolz der Kirchberger Narren: die Blauen Funken.
    Foto: Gisela Wagner

    Von unserer Mitarbeiterin Gisela Wagner

    Die Jungen Wilden glänzten mit ihrer temporeichen Bühnenshow.
    Die Jungen Wilden glänzten mit ihrer temporeichen Bühnenshow.
    Foto: Gisela Wagner

    Durch die fünfstündige Sitzung führte als Präsident, wie immer ohne Furcht und Tadel, Peter Kleid, der das Narrenvolk begrüßte. "In Kirchberg wird in diesem Jahr ein jeder Narr zum Schlagerstar" steht als Motto über der Session. Getreu diesem Motto präsentierte er sich als Florian Silbereisen und sprach selbstbewusst: "Ich wär, da bin ich mir ganz sicher, der bessre Mann für Helene Fischer."

    Erstmals mit dabei: Die bunte Truppe vom Musikverein wurde begeistert gefeiert.
    Erstmals mit dabei: Die bunte Truppe vom Musikverein wurde begeistert gefeiert.
    Foto: Gisela Wagner

    Zu Beginn der Sitzung ist es in Kirchberg Tradition, dass Stadtchef Udo Kunz in die Bütt steigt. Sein Lieblingsthema die "Freundschaft" mit den "Siemerscha" kostete er zur Freude der Narren weidlich aus und verzichtete nur deshalb darauf, verbale "Nettigkeiten" in Richtung Kreisstadt zu senden, weil er dann ja eine ethnische Minderheit beleidigen würde. Schließlich kenne er sich in der Kniggekommission bestens aus, und wisse, was sich gehört. Auch die Zeitung bekam ihr Fett weg. So manches was in der Zeitung stand, hatte er aber auch nicht so ganz verstanden: "Sind mit gelbe Engel, die von der FDP gemeint und ist die Schwarzer nun die Quotenfrau bei den Steuerhinterziehern?" fragte er. Eins steht jedenfalls fest: Udo versteht es, die Narren zu begeistern. Kein Wunder, dass auf seiner Facebook-Seite schon fünf Personen den "Gefällt mir"-Button angeklickt haben. Bürgermeister Harald Rosenbaum fasste sich kürzer, in Bezug auf sein Amt lüftete er ein T-Shirt mit der vielsagenden Aufschrift: "Einer muss den Job ja machen."

    Nicht ganz so politisch tratschten sich Biggi, Bärbel und Heidi als Weiber vom Marktplatz ins Narrenohr. Obwohl sie sich auch mit so wichtigen Themen wie den Bürgermeisterwahlen, Invalidenrentnern und sexueller Attraktivität auseinandersetzten. Sie hatten wieder jeder Menge freche Sprüche auf den Lippen. Eins wollten sie damit jedenfalls nicht erreichen: als Weiber mit schlüpfrigen Sprüchen in der Zeitung zu stehen.

    Passend zum Motto kam nun endlich Glanz, Glamour und ein Hauch von Luxus in die Narrenarena. Isabell Wolf-Schwalbe hatte die Starallüren total verinnerlicht. Als Carmen Geiss wusste sie sich bestens zu präsentieren. Nur leider hatte sie ihren Robääärt Zuhause gelassen. Man glaubte der "Jet-Set-Tussi" jedes Wort. Ob den Kirchbergen allerdings ein rosa eingefärbter Wasserturm gefällt?

    Armin Käfer hatte als Kirchberger Nachtwächter viele Anekdoten und Geschichten zu erzählen. Das Publikum hatte großen Spaß daran, die angefangenen Sätze zu vollenden. Zu Gourmets wurden alle beim Vortrag von Marion Weber als Feinschmeckerin. Beim "Pfundskerl" Udo Schreiber, der mit viel Lokalkolorit in der Bütt brillierte, geriet die Narrenschar ganz aus dem Häuschen. Es gab, und das ist einmalig, stehende Ovationen und Zugaberufe für eine Büttenrede.

    Doch nicht nur das gesprochene Wort kam beim Narrenvolk an. Zum ersten Mal dabei war der Musikverein mit Lutz Peter Kley als Heino. Mit Livemusik machten die musikalischen Narren mächtig Rama Zamba in der Kirchberger Narrenhalle und wurden vom Publikum gleich bei ihrem ersten Auftritt tief ins Herz geschlossen. So dass Sitzungspräsident Peter Kleid sich für 2015 gleich die Zusage für einen erneuten Auftritt der munteren Truppe sicherte.

    Was wäre eine Kappensitzung ohne klassische Gardetänze. Die Roten und die Blauen Funken machten mit ihren tollen Tänzen die Veranstaltung erst perfekt. Unlimited aus Dickenschied fegten als Cowboys über die Bühne und die Tanzgruppe La Boom machte mit ihren bayerischen Mädels Furore. Die Jungen Wilden glänzten mit einer tänzerischen Gangsterstory und überraschten mit der gut gelungenen Choreografie das Narrenvolk. Die Teddybaers gehören zu den Kirchberger Kappensitzungen wie das Salz zur Suppe. Sie spielten Schlager, die alle mitsingen konnten, und bereiteten so die Stimmung für das anschließende große Finale. Mit dabei war in diesem Jahr auch Sängerin Pia Müller.

    Anzeige
    Anzeige
    x
    x
    Top Angebote auf einen Klick
    Rhein-Hunsrück-Zeitung bei Facebook
    Online regional
    Bettina Tollkamp

    Bettina Tollkamp

    Chefin v. Dienst

     

    E-Mail

    Anzeige
    epaper-startseite
    Regionalwetter
    Donnerstag

    8°C - 19°C
    Freitag

    8°C - 20°C
    Samstag

    6°C - 16°C
    Sonntag

    5°C - 14°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Jahresrückblick 2016 der RHZ
    Anzeige