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  • Havarie an der Loreley: Bergung ist geglückt

    Mittelrhein. Die Bergung des havarierten Gütermotorschiffs an der Loreley ist geglückt: Die „Alma“ konnte am späten Freitagnachmittag aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Der wichtigste Schritt gelang um Punkt 14.58 Uhr: Ein Baggerschiff konnte das mit 1900 Tonnen Kies beladene Schiff so leichtern, dass sich der festgefahren Vorderteil des Schiffsrumpfes (Bug) vom „Geisenrücken“, einer Felsformation inmitten des Rheinstroms, löste. 

    Gegen 16 Uhr wurde auch das Heck der "Alma" befreit. Dieses lag am linksrheinischen Ufer auf – es gab kein Vor und kein Zurück mehr. Das Baggerschiff lud die tonnenschwere Kiesladung, die noch im hinteren Bereich der "Alma" zu finden war, auf. Schließlich war das Schiff so geleichtert, dass es aufsteigen konnte. Derzeit liegt die „Alma“ parallel zum Ufer im Rhein – ohne die Fahrrinne zu blockieren. Wann der Schiffsverkehr wieder freigegeben wird, ist noch unklar. Das Gütermotorschiff wird am Abend in den Hafen bei St. Goarshausen geschleppt.

    Hintergrund: Das niederländische Gütermotorschiff „Alma“ war am Donnerstagabend auf dem Weg von Mainz nach Koblenz, als es plötzlich oberhalb der berüchtigten Loreley havarierte und zu zerbrechen drohte. Kurz nach 8 Uhr hatten am Freitagmorgen alle Rettungskräfte das niederländische Schiff vorübergehend verlassen – zum eigenen Schutz.

    Das 86 Meter lange und knapp elf Meter breite GMS "Alma" saß bei Rheinkilometer 552,1 fest und blockiert die Fahrrinne. Der komplette Schiffsverkehr ist seit 19.45 Uhr zwischen St. Goar und Bingen gesperrt - voraussichtlich noch bis Sonntag. Die so an der Weiterfahrt gehinderten Schiffe machen derzeit an der Reede bei Bad Salzig fest. Der genaue Unfallhergang ist noch unklar. Die Wasserschutzpolizei geht von einem technischen Defekt an der Ruderanlage aus. Fest steht: Das Schiff ist auf einem Felsen aufgelaufen und hat an zwei Stellen Leck geschlagen: am Bug sowie am Heck. Glücklicherweise wurde keins der beiden Besatzungsmitglieder verletzt. Dennoch: Thomas Bungert, Bürgermeister der VG St. Goar-Oberwesel, sagte am frühen Freitagmorgen: "Das Schiff droht zu zerbrechen." Und bei einer Lagesprechung um 9.45 Uhr erklärte Christian Albrecht, Wehrleiter der VG St. Goar-Oberwesel: "Die Lage ist nicht ohne. Allerdings ist das Schiff nicht mit Gefahrgut beladen."

    Mit zwölf Pumpen wurden seit Freitagabend pro Minute 16.000 Liter des hereinströmenden Wassers aus dem Schiff abgepumpt, um die Lage zu stabilisieren.

    Am frühen Freitagmorgen war es zu einem Zwischenfall gekommen: Im Schiffinneren hatte sich ein Aggregat so stark erhitzt, dass es zu einer starken Rauchentwicklung aus dem Maschinenraum gekommen war.

    Die Wasserschutzpolizei, 55 Feuerwehrleute, das Technische Hilfswerk (THW) Simmern, die Malteser, das Deutsche Rote Kreuz sowie Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) sind im Einsatz. Auch Martin Mauermann, der Leiter des WSA Bingen, ist zugegen. Suzanne Breitbach/Maximilian Eckhardt/Moritz Meyer

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