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    Neuerkirch-KülzErster Spatenstich: Nahwärmenetz Neuerkirch-Külz legt los

    142 Haushalte in den Gemeinden Neuerkirch und Külz werden im nächsten Winter mit Wärme vom eigenen Nahwärmeverbund versorgt. Mit dem ersten Spatenstich leiteten die beiden Ortsbürgermeister Volker Wichter (Neuerkirch) und Aloys Schneider (Külz) sowie VG-Bürgermeister Michael Boos und Gerhard Wust, Leiter der Energieversorgung Region Simmern (ERS), den Auftakt der Bauarbeiten ein.

    Startschuss für den Nahwärmeverbund Neuerkirch-Külz: VG-Bürgermeister Michael Boos (von links), Bürgermeister Volker Wichter (Neuerkirch), Planer Ulrich Schäfer, Bürgermeister Aloys Schneider (Külz) und ERS-Chef Gerhard Wust beim Spatenstich für das Millionenprojekt.
    Startschuss für den Nahwärmeverbund Neuerkirch-Külz: VG-Bürgermeister Michael Boos (von links), Bürgermeister Volker Wichter (Neuerkirch), Planer Ulrich Schäfer, Bürgermeister Aloys Schneider (Külz) und ERS-Chef Gerhard Wust beim Spatenstich für das Millionenprojekt.
    Foto: Werner Dupuis

    Von unserem Redakteur Markus Lorenz

    Für 4,5 Millionen Euro entsteht zwischen Hauptsraße und Radweg genau an der Grenze zwischen den beiden Hunsrückgemeinden ein mit Holzhackschnitzel betriebenes Heizwerk samt Kesselhaus, Hackschnitzelsilo und Pufferspeicher für die Solarthermie. Nur einen Steinwurf davon entfernt entsteht ein Solarfeld mit einer reinen Kollektorenfläche von 1600 bis 1800 Quadratmetern. Laut Bürgermeister Schneider ist dies derzeit die größte Solarthermieanlage im Deutschland. Das Wasser wird so permanent vorgewärmt, wodurch Hackschnitzel gespart werden.

    Insgesamt mehr als sechs Kilometer isolierte Warmwasserleitungen werden in den kommenden Monaten in den beiden Ortschaften verlegt. Über sie werden die Haushalte in Neuerkirch und Külz versorgt. Im Winter kommt die Wärme von den Holzhackschnitzeln, im Sommer in erster Linie von den Sonnenkollektoren. "Im Sommer bleibt der Ofen aus", bringt es Aloys Schneider auf den Punkt.

    Anlage soll bereits im Oktober in Betrieb gehen

    Bereits im Oktober soll die Anlage ihren Betrieb aufnehmen. Die Umstellung verläuft individuell und wird auf die persönlichen Bedürfnisse angepasst. "Wenn jemand noch Heizöl im Tank hat, kann er das natürlich erst noch verbrennen", erklärt Volker Wichter. Der Übergang verlaufe fließend. Bei Vergabe der Anschlussarbeiten soll möglichst das heimische Handwerk mit ins Boot geholt werden.

    ERS-Leiter Gerhard Wust erläuterte kurz die Geschichte des Nahwärmeverbundes und wie es dazu kam, dass sich letztlich beide Gemeinden dazu entschlossen haben, bei der Energieversorgung gemeinsame Sache zu machen. "Es waren absolut angenehme Gespräche, vorbildlich für die kommunale Zusammenarbeit." Letztlich habe die ERS dann den Start ermöglicht. Auch Planer Ulrich Schäfer von ibs-Energie betonte, dass der wirtschaftliche Betrieb der Solarthermie nur gegeben war, weil hier zwei Gemeinden zusammenarbeiten. "Die Anschlussdichte in Külz und Neuerkirch ist enorm hoch, das ermöglicht kurze Nahwärmeleitungen und hervorragende Ergebnisse." Die angeschlossenen Haushalte würden zu 100 Prozent durch erneuerbare Energien versorgt.

    420.000 Liter Heizöl pro Jahr werden eingespart

    "Hellauf begeistert vom bürgerlichen Engagement" zeigte sich Kreis-Klimaschutzmanager Frank-Michael Uhle. Durch das Projekt würden allein in Neuerkirch und Külz 420.000 Liter Heizöl per Anno eingespart. Lob gab es auch von VG-Bürgermeister Michael Boos. "Von der Anschlusszahl her ist dies das größte Nahwärmenetz im ganzen Kreis", erläuterte er. "Ich bin mir sicher, dass dies die beiden Dörfer noch enger zusammenrücken lässt."

    Die Bürgermeister Wichter und Schneider verkündeten noch einen erfreulichen Nebeneffekt. Bei der Verlegung der Heizungsrohre werden gleichzeitig auch kostenlos Leerrohre von der RWE verlegt. Künftig kann jeder Haushalt in Külz und Neuerkirch dann über Glasfaserkabel schnelles Internet mit 100 Mbit beziehen.

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