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    EllernEmpfang: Rheinböllen stellt Bürger in den Mittelpunkt

    Mit einem schwungvollen Bürgerempfang hat die Verbandsgemeinde Rheinböllen nach all den Fastnachtsfeierlichkeiten in der Ellerner Soonwaldhalle für einen atmosphärisch-familiären Zweitstart ins neue Jahr gesorgt.

    Das Miteinander stand beim Empfang in Ellern im Fokus: Die afghanische Familie Kuhestani dankte den Menschen in der Verbandsgemeinde, während VG-Bürgermeister Arno Imig (oben, 3. von rechts) durch ein schwungvolles Programm führte. Foto: Volker Boch
    Das Miteinander stand beim Empfang in Ellern im Fokus: Die afghanische Familie Kuhestani dankte den Menschen in der Verbandsgemeinde, während VG-Bürgermeister Arno Imig (oben, 3. von rechts) durch ein schwungvolles Programm führte.
    Foto: Volker Boch

    Es ist natürlich nie ganz einfach, Mitte Februar in ein neues Jahr zu starten. Aber angesichts der vielen Helau-Feiern der vergangenen Wochen und einem nahezu täglich gefüllten Programm tat die Verbandsgemeinde Rheinböllen gar nicht schlecht daran, ihren Empfang auf die Zeit nach dem Karneval zu verlegen. „Wir sind bewusst nach Fastnacht gegangen“, erklärte Arno Imig als Bürgermeister der Verbandsgemeinde und verwies darauf, wie voll der Kalender bei den Bürgern in den ersten Wochen des Jahres bereits gewesen sein dürfte.

    Imig nutzte die Möglichkeit, in einer Zeit, in der das Jahr 2015 bereits in eine hintere Ecke des Gedächtnisses gerückt ist, daran zu erinnern, was im vergangenen Jahr alles geschehen war. So skizzierte er die großen gesellschaftlichen Themen des Jahres, die auch in die Region hineingewirkt haben. Die Anschläge von Paris, die Hitzewochen des Sommers, der Tod von Altbundeskanzler Helmut Schmidt, die dramatische Flüchtlingssituation mit all ihren Problemfeldern und auch der Weltklimagipfel erreichten in einer etwas verkleinerten Form auch das Leben der Verbandsgemeinde.

    Imig blickte so auch auf verschiedene regionale Aspekte, die von der Wasserproblematik in verschiedenen Orten über die Unterbringung von Flüchtlingen, einer Lärmaktionsplanung, der Ansiedlung des Norma-Logistikzentrums bis zu den Themen Nahwärme und Windkraft reichten. Es war klar erkennbar: In der wirtschaftlich und gesellschaftlich lebendigen Verbandsgemeinde Rheinböllen ist viel passiert.

    Wie viel Kraft in dieser kleinen Gemeinschaft steckt, zeigte sich in dem zweistündigen Programm, das unter Federführung von Marion Gutenberger und auch mit der Hilfe der gastgebenden Gemeinde Ellern zusammengestellt worden war. So besinnlich der Musikverein Argenthal den Nachmittag mit dem Intonieren der Nationalhymne beginnen ließ, so schmetternd zeigten sich die Musiker um ihren Leiter Josef Stenzhorn, als sie zum Abschluss des offiziellen Programms auf den Stühlen stehend „Hey Jude“ von den Beatles in die Halle bliesen. Es passte zu einem Nachmittag, an dem Reden, wie Imig beschrieb, „nur in sehr begrenztem Umfang“ Gewicht haben sollten.

    Stattdessen waren es vor allem Musiker, Sportler, Künstler und Sänger, die den Empfang gestalteten. Das Geschwisterduo Catrin und Carolin Scheffler machte mit einem Duett an Mikrofon und Klavier den Anfang, bevor Ingo Mager und Gangolf Wobido von der Theatergruppe „Junge Bühne Ellern“ mit einem Kurzstück über Sinn und (vielmehr) Unsinn behördlich ausgeschriebener Baustellenmaßnahmen für Unterhaltung sorgten. Der Frauenchor Ellern unter Leitung von Christine Imig sowie der MGV Ellern unter Leitung von Ulrich Imig sorgten für stimmliche Betonungen, während die akrobatische Tanzgruppe ASS Ellern (Leitung Margit und Stefanie Piroth) schon mal Lust auf die Olympischen Sommerspiele in Rio machten – unter dem Titel „Go for Gold“.

    Arno Imig führte als Moderator durch einen Nachmittag des Miteinanders, in dem eine aus Afghanistan stammende Familie besonders herzlich aufgenommen wurde. Die Familie Kuhestani, die seit September in der Verbandsgemeinde lebt, hatte einen kurzen Vortrag in deutscher Sprache vorbereitet, der ihren Weg nach Deutschland schilderte und die Zuhörer berührte. Gemeinsam mit dem jungen Syrer Lorai Almalas richtete die Familie ihren Dank an die Menschen und viele Helfer in der Region. Es war ein Dank für ein Miteinander, das auch den Empfang in Ellern prägte. Volker Boch

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