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  • 16 Stolpersteine erinnern an Schicksale in der Nachbarschaft

    Die Stolpersteine, die in Boppard verlegt wurden, erinnern an die Schicksale von 16 Mitbürgern, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt oder ermordet wurden. Verlegt wurden so folgende Steine: In der Wasemstraße 8 erinnern Stolpersteine: an Helene Frank geborene Levy. Die 1858 geborene Frau flüchtete 1939 in die USA. Mirtill Maier, geboren 1885, flüchtete 1936 in die USA. Dorothea Maier, geborene Frank, wurde 1891 geboren und flüchtete 1936 in die USA. Josef Maier, geboren 1914, flüchtete 1934 in die USA, er fiel als US-Soldat 1944 in Luxemburg. Ruth Maier, geboren 1921, flüchtete 1936 in die USA. Edith Maier, geboren 1926, flüchtete 1936 in die USA. Elvira Maier, geboren 1929, flüchtete 1936 in die USA.

    Der Kölner Bildhauer Gunter Demnig verlegte auf Anregung der privaten Initiative „Boppard setzt Stolpersteine“ um Sprecher Andres Roll (4. v.r.) in der Stadt Steine des Gedenkens.  Foto: Initiative Stolpersteine
    Der Kölner Bildhauer Gunter Demnig verlegte auf Anregung der privaten Initiative „Boppard setzt Stolpersteine“ um Sprecher Andres Roll (4. v.r.) in der Stadt Steine des Gedenkens.
    Foto: Initiative Stolpersteine

    In der Simmerner Straße 26 erinnern Stolpersteine an: Jenny Kollmar geborene Marx. Die 1897 geborene Frau wurde 1945 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert und aus diesem im Mai 1945 befreit. Hubert Kollmar, geboren 1900, wurde ein Berufsverbot als Bildhauer erteilt. Er verweigerte die Scheidung von seiner Frau, wurde 1944 verhaftet und der Strafkompanie „Organisation Todt“ zugeordnet. Er fiel am 26. April 1944 in Versailles.

    In der Rheinallee 44 erinnern Stolpersteine an: Margot Menkel, geboren 1921. Sie flüchtete 1936 nach England und 1940 nach Ecuador. Anneliese Menkel, Jahrgang 1923, flüchtete 1938 nach Holland und überlebte in einem Versteck. Irma Menkel geborene Sonnenberg wurde 1897 geboren. Sie flüchtete 1938 nach Holland, wurde im „polizeilichen Judendurchgangslager“ Westerbork interniert und 1943 in das Konzentrationslager Bergen-Belsen deportiert. Sie überlebte durch die Befreiung des Lagers im April 1945. Ludwig Menkel, geboren 1877, flüchtete 1938 nach Holland, wurde im Durchgangslager Westerbork interniert und 1943 nach Bergen-Belsen deportiert. Er wurde am 15. Juli 1944 ermordet.

    In der Oberstraße Höhe Marktplatz erinnert ein Stolperstein an: Franz Schieffer, geboren 1872, der als SPD-Mitglied regimekritisch war und sich entsprechend äußerte. Er wurde am 12. November 1933 von einem Nationalsozialisten angeschossen und starb an dieser Stelle.

    In der Oberstraße 153 erinnern Stolpersteine an: Lina Mayer geborene Kombert. Sie wurde 1884 geboren und 1942 deportiert. Sie wurde im Lager Kasniczyn. Sally Siegler, Jahrgang 1866, flüchtete 1941 in die USA. vb

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