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    AhrkreisKreis zieht beim Ring die Reißleine

    Beim Nürburgring hat der Kreistag am Freitagnachmittag die Reißleine gezogen. Wie mehrheitlich beschlossen, verbleibt der Kreis Ahrweiler zwar formal mit seinem Anteil in der Nürburgring GmbH, aber er verzichtet in Zukunft auf die Ausübung seiner Gesellschafterrechte und auf die Entsendung eines Vertreters im Aufsichtsrat. Im Gegenzug hierfür wird klargestellt, dass es keine Nachschusspflichten gibt und insoweit der Kreis von den finanziellen Risiken freigestellt wird. Auch wird der Kreis nicht an etwaigen künftigen Kapitalerhöhungen teilnehmen.

    Ahrkreis - Beim Nürburgring hat der Kreistag am Freitagnachmittag die Reißleine gezogen. Wie mehrheitlich beschlossen, verbleibt der Kreis Ahrweiler zwar formal mit seinem Anteil in der Nürburgring GmbH, aber er verzichtet in Zukunft auf die Ausübung seiner Gesellschafterrechte und auf die Entsendung eines Vertreters im Aufsichtsrat. Im Gegenzug hierfür wird klargestellt, dass es keine Nachschusspflichten gibt und insoweit der Kreis von den finanziellen Risiken freigestellt wird. Auch wird der Kreis nicht an etwaigen künftigen Kapitalerhöhungen teilnehmen.

    Hintergrund ist die neue Rolle der Nürburgring GmbH. Zur Erinnerung: Seit dem 1. Mai hat die Betreibergesellschaft Lindner-Hotelgruppe/Mediinvest das Sagen an der Rennstrecke. Land (90 Prozent) und Kreis (10 Prozent) sind als Gesellschafter der Nürburgring GmbH (Besitzgesellschaft) beim operativen Geschäft außen vor.
    Von einer „historischen Entscheidung“ über ein Angebot des Landes sprach Landrat Jürgen Pföhler. Es könne nicht Aufgabe des Kreises sein, Besitzer oder auch Betreiber von Diskotheken, Restaurants und Hotels zu sein. „Das, was sich jetzt am Nürburgring entwickelt hat, ist für einen Kreis ein paar Schuhnummern zu groß.“
    Angesichts der Kostenexplosion und der zu erwartenden negativen Betriebsergebnisse sei man „der Landesregierung dankbar, dass sie die Problematik erkannt hat“, sagte Walter Wirz (CDU). Der Kreis soll als Ersatz für die Stimme im Aufsichtsrat Mitglied eines dreiköpfigen Beirates werden, der sich insbesondere mit Fragen der Rennstrecken befassen soll. „Unter den gegebenen Umstände eine gute Lösung“, befand Ulrich van Bebber (FDP). Durch einen Rückzug aus der Nürburgring GmbH, so sein Argument, würde dem Kreis ein Imageschaden entstehen.
    Dass der Kreis sich vollständig von seinem bisherigen Anteil an der Gesellschaft trennen solle, hatte Wolfgang Schlagwein (Bündnis 90/Die Grünen) gefordert. Ein entsprechender Antrag fand jedoch keine Unterstützung.

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