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  • Gute Stimmung: Grafschaft feiert familiär den 40. Geburtstag

    Grafschaft. Das Lächeln bekommt Achim Juchem in letzter Zeit kaum noch aus seinem Gesicht: Es läuft einfach rund in der Gemeinde Grafschaft, die am Wochenende ihren 40. Geburtstag feierte. Haribo war natürlich auch beim Festakt in der Turnhalle Ringen in aller Munde. Die zwei Tage zuvor verkündete Nachricht, dass das Bonner Traditionsunternehmen seine Firmenzentrale in die Grafschaft verlegen und einen dreistelligen Millionenbetrag investieren will, sorgte auch am Samstagabend für gehobene Stimmung.

    Die Festgesellschaft einer offiziellen Gemeindefeier in ein Zirkuszelt zu verfrachten, war sicherlich eine ungewöhnliche Idee. Dort bekam sie allerdings eine hochkarätige Show geboten. Insgesamt sieben Vorstellungen gab der Zirkus Charles Knie bei seinem Sondergastspiel in der Grafschaft.  Fotos: Vollrath
    Die Festgesellschaft einer offiziellen Gemeindefeier in ein Zirkuszelt zu verfrachten, war sicherlich eine ungewöhnliche Idee. Dort bekam sie allerdings eine hochkarätige Show geboten. Insgesamt sieben Vorstellungen gab der Zirkus Charles Knie bei seinem Sondergastspiel in der Grafschaft. Fotos: Vollrath
    Foto: Hans-Jürgen Voll

    Von unserem Redakteur Frieder Bluhm

    So freute sich der Bürgermeister, dass an der Feier auch Haribo-Geschäftsführer Arndt Rüsges mit Familie teilnahm.

    Es war ein Fest in beinahe familiärer Atmosphäre. Eingeladen waren insbesondere aktive und ehemalige Ratsmitglieder. Auch Altbürgermeister Hubert Kolvenbach, der die Geschicke der Gemeinde 18 Jahre lang gelenkt hatte, weilte unter den gut 200 Ehrengästen. Dagegen fehlten Repräsentanten aus den Nachbarkommunen. Gekommen war aber Landrat Jürgen Pföhler, der Juchem und seinem Amtsvorgänger seinen Respekt für die Ausdauer beim Thema Haribo zollte. Kolvenbach habe den Ball angestoßen, Juchem dann ein neunjähriges Dribbling hingelegt, bis er den Ball im Tor versenkt habe, bediente sich der Landrat einer Fußballmetapher. Damit hätten sich die beiden Bürgermeister ihr Gehalt und ihre Pension bereits verdient. "Man kann sagen: Ab 2017 arbeitet ihr Bürgermeister kostenlos", scherzte Pföhler in Anspielung auf das geplante Jahr der Inbetriebnahme des Haribo-Standortes im Innovationspark.

    Als tragende Säule einer lebendigen Gemeinde hob er das bürgerschaftliche Engagement hervor, das sich im Vereinsleben manifestiere. 112 Vereine gibt es in der Grafschaft, darunter 16 Sportvereine und 15 Chöre beziehungsweise Musikvereinigungen, so auch die Chorformation Bel Canto, die den Abend mit ihren Gesangsdarbietungen bereicherte. Längst seien die vormals elf selbstständigen Gemeinden mit ihren 16 Dörfern zusammengewachsen. "Die Einwohner sind stolz darauf, zur Gemeinde Grafschaft zu gehören, und die Grafschafter können stolz auf ihre Gemeinde sein", sagte Pföhler.

    Die Freundschaft zwischen der Gemeinde Grafschaft und der französischen Partnergemeinde Fauville-en-Caux ließ deren Bürgermeister Jean-Marc Vasse Revue passieren. Die Gemeinde Grafschaft sei damals, als diese Freundschaft besiegelt wurde, erst fünf Jahre alt gewesen, erinnerte Vasse in seinem Grußwort. "Daraus ergibt sich, dass unsere Partnerschaft mit der Geschichte der Grafschaft eng verbunden ist." Bei Hubert Kolvenbach bedankte sich der mit einer dreiköpfigen Delegation aus der Normandie angereiste Franzose ausdrücklich: Er habe 1996 durch eine Einladung dazu beigetragen, dass die Bürgermeister von 22 Gemeinden um Fauville herum die Vorzüge einer Zusammenlegung entdeckt hätten. So habe man im Jahr 2000 "Coer de Caux", eine Gemeinschaft der Kommunen, gründen können. Er hoffe, dass diese dem Beispiel der Gemeinde Grafschaft folge und ihre Zukunft im gemeinsamen Bestreben gestalte.

    Einen besonders herzlichen Applaus bei der Begrüßung der Ehrengäste erntete Sascha Melnjak, Direktor des Zirkus Charles Knie, der zum Gemeindejubiläum ein Sondergastspiel im Innovationspark gab. Eine der sieben Vorstellungen hatte die Festgesellschaft zuvor besucht - und war angesichts der grandiosen Schau nachhaltig beeindruckt. Mit dieser Form der Feier, gab Juchem zu, falle man ein wenig aus dem Rahmen. Aber das tue man ja ohnehin: "Als verbandsfreie Gemeinde fallen wir auch in Rheinland-Pfalz aus dem üblichen Rahmen." Durch die Nähe zu Bonn und Köln sei den Grafschaftern Koblenz und Mainz etwas fremd. "Gerade im Karneval hat man immer wieder das Gefühl, wir sind der südlichste Ableger von Köln", befand der Bürgermeister.

     

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