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  • MarienthalBilanz: Elfte Auflage von "Musik und Wein" ein voller Erfolg

    „Vier Tage ohne Regen. Das hatten wir noch nie“, freute sich Gregor Gäb, bevor er Sonntagabend das bevorstehende Konzert ankündigte. An diesem letzten Abend von „Musik und Wein 2017“ stand Jazz auf dem Programm. Und auch dieser fünfte und letzte Abend verwöhnte die Besucher mit frühsommerlich trockener Witterung. Für die beiden Organisatoren Gäb und Paul Josten war es die elfte Auflage der Veranstaltung in der Klosterruine. Ihr Fazit: „Wir sind rundum zufrieden.“

    Immer eine feste Größe ist der Auftritt von Köbes Underground. Beide Abende waren schon lange ausverkauft. Foto: Vollrath
    Immer eine feste Größe ist der Auftritt von Köbes Underground. Beide Abende waren schon lange ausverkauft.
    Foto: Vollrath

    Josten und Gäb bringen jedes Jahr unter dem Motto „Kleinkunst und More“ bekannte Namen auf die Bühne in der Kirchenruine. Und das bei verhältnismäßig günstigen Eintrittspreisen. „Ohne unsere Sponsoren wären Auftritte von solchen Namen zu vernünftigen Ticketpreisen hier nicht machbar“, erklärte Gäb im Gespräch mit der RZ. Unterstützt werden die Organisatoren von heimischen Handwerksbetrieben, von Versicherungen, Banken und Einzelhändlern. „Als Gegenleistung erhalten sie für jeden Abend zwei Eintrittskarten. Die werden dann auch gerne genutzt“, weiß Josten.

    Mit „Köbes Underground“ eröffnete auch in diesem Jahr das Festival in Marienthal. Die Musiker sind bekannt aus der Kölner Stunksitzung und kommen bereits seit einigen Jahren zu Musik und Wein ins Ahrtal. Erwartungsgemäß waren beide Abende mit den Kultmusikern bereits nach kurzer Zeit ausverkauft. Mit der Band „Sweet William“ als Vorgruppe und der jungen Berliner Band „Tüsn“ als Hauptakt hatten die Veranstalter am Freitagabend dann eine neue Publikums-Zielgruppe im Visier. Es war der einzige Abend, an dem die Sitzplätze im Kirchenschiff nicht restlos besetzt waren. „Wir werden auch weiterhin an einem Abend ein Programm für ganz junge Leute anbieten. Das muss sich halt noch rumsprechen“, erklärte Josten. Die dreiköpfige Band „Tüsn“, die ohne Gitarristen auskommt, dafür aber den Synthesizer gekonnt einsetzt und außerdem mit poetischen deutschen Gesangstexten aufwartet, lässt sich nicht so einfach in eine Genre-Schublade stecken. „Indie-Pop“, „New Wave“, „Alternative-Rock“ oder was auch immer – die Musik der drei jungen Männer war jedenfalls hörenswert. Düster und theatralisch dargeboten, versteckten sich bisweilen doch immer wieder Prisen von Romantik in dem wütend intonierten und gesungenen Weltschmerz. Wie ein „junger Werther“ im Stil des dritten Jahrtausends sozusagen.

    Ein Abend gehört bei „Musik und Wein“ dem Kabarett. In diesem Jahr stand Jürgen Becker mit seinem neuen Programm „Volksbegehren“ auf der Bühne und dozierte schmerzhaft komisch über die „Kulturgeschichte der Fortpflanzung“.

    Der letzte Abend bei Musik und Wein gehörte dem Jazz. Eingestimmt wurden die Musikfreunde vom „European Jazz Trio“ und der Saxophon-Solistin Karolina Strassmayer. Höhepunkt des Abends war sodann der Auftritt von Selje Nergaard. Die norwegische Jazz-Sängerin, die von zwei Gitarristen begleitet wurde, verzauberte die Zuhörer mit ihrer sanften Stimme, die selbst komplizierteste Harmonien mühelos interpretierte.

    Von unserer Mitarbeiterin Gabi Geller

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