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    Kreis Bad KreuznachDer Dauerregen vermiest Wirten die Stimmung

    Viel zu kalt, dieser Frühling: Die Straßencafés und Straußwirtschaften sind so leer, als hätte sich die Sommersaison bereits Richtung Süden verabschiedet. Auch auf den Kerben feiern deutlich weniger Besucher als sonst. Das Novemberwetter im Mai macht den Gastronomen und Schaustellern in Stadt und Kreis einen Strich durch die Rechnung. Das gilt auch für den Tourismus: In den Hotels sind so viele Betten frei wie sonst nie im Wonnemonat.

    Kreis Bad Kreuznach - Viel zu kalt, dieser Frühling: Die Straßencafés und Straußwirtschaften sind so leer, als hätte sich die Sommersaison bereits Richtung Süden verabschiedet. Auch auf den Kerben feiern deutlich weniger Besucher als sonst. Das Novemberwetter im Mai macht den Gastronomen und Schaustellern in Stadt und Kreis einen Strich durch die Rechnung. Das gilt auch für den Tourismus: In den Hotels sind so viele Betten frei wie sonst nie im Wonnemonat. 

    In der Schirmbar am Naheufer in Bad Kreuznach tropft es auf die Tische. Alles ist nass, und Inhaber Andreas Röth weiß: Der vermasselte Start in die Frühlingssaison ist nicht mehr wettzumachen. „Da müsste schon bis Weihnachten die Sonne scheinen", sagt er. Da die Feier- und Brückentage allesamt ins Wasser gefallen sind, bleiben auch die Einnahmen aus. Er schätzt, dass die Kasse um rund 40 Prozent leerer ist als im Vergleichsmonat des Vorjahres. „So eine schlechte Saison hatten wir noch nie", wertet Röth. Anders im Körnchen: Wegen der Heizstrahler und großen Schirme läuft es dort auch bei schlechtem Wetter deutlich besser.   Dabei ist die Schirmbar natürlich kein Einzelfall: „Die Außengastronomie hat in Stadt und Kreis faktisch noch gar nicht eröffnet", zieht Ralf Landoll, Landesgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga, Bilanz. Und das, obwohl sonst schon Mitte April draußen Eis und Kuchen serviert werden. „So ein Wetter wie im Herbst ist wirklich eine Katastrophe", stellt er fest. Denn ob Pfingsten, Ostern, Vater- oder Maifeiertag: Die Sonne hat sich nicht blicken lassen. Deshalb fehlen eineinhalb Monate, in denen außer Regen nichts gewesen ist. „Die Saison geht ungefähr bis Mitte September. Der Verlust im Frühling ist nicht einholbar", sagt Landoll. Da ist es nicht verwunderlich, dass der Wirtschaftszweig insgesamt wetterbedingt schwächelt, wobei die Außengastronomie am meisten betroffen ist. In der Stadt sind das immerhin rund 50 Straßencafés und  -wirtschaften. Die Branche insgesamt kommt laut Landoll im ersten Quartal auf ein Minus von 2 Prozent (Gastronomie) beziehungsweise 2,6 Prozent (Hotellerie). 

    Doch nicht nur die Bewirtschaftungsbetriebe gehen bei dem Regenwetter baden. Auch die Schausteller klagen, dass ihre Karussells kaum noch trocken werden und die Kerbbesucher ausbleiben. „Wir haben zwar noch viele Wochen Feste, aber aufzuholen ist nichts mehr", seufzt auch Ralf Leonhard, Chef des Kreuznacher Schaustellerverbandes. Er selbst geht mit seinem Eiswagen auf Reisen und findet bei dem schlechten Wetter nicht viele Abnehmer für das Soft- und Wassereis. Bei den Karussellbetreibern sieht es auch nicht besser aus. „Wir haben seit Ostern wegen der Wetterkapriolen rund 60 bis 70 Prozent Einbußen hinzunehmen", sagt er. Der verregnete Automobilsalon sei da nur ein Beispiel einer Großveranstaltung, bei der die Kassen nicht geklingelt haben. Ein halbwegs „normales" Jahr mit den üblichen Umsätzen hält Leonhard jetzt schon für ausgeschlossen. „So ein Wetter gab es im Mai noch nicht", ist er sich sicher. cob

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