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  • Ernüchternde Bilanz: Bislang nur 18 E-Autos im Kreis zugelassen

    Kreis Altenkirchen. Elektroautos sind im Kreis Altenkirchen noch längst nicht auf der Überholspur. Auf den Straßen zwischen Willroth und Friesenhagen begegnen einem kaum elektrisch angetriebene Fahrzeuge: Gerade einmal 18 solcher Autos waren zum Stichtag 1. Januar im Kreis Altenkirchen zugelassen. Auch die Kreisverwaltung hat bisher recht durchwachsene Erfahrungen gesammelt. Derzeit hat sie keine E-Autos mehr im Einsatz.

    So gut wie unbenutzt: die Ladesäule auf dem Konrad-Adenauer-Platz in Altenkirchen.  Foto: Heinz-Günter Augst
    So gut wie unbenutzt: die Ladesäule auf dem Konrad-Adenauer-Platz in Altenkirchen.
    Foto: Heinz-Günter Augst

    Wie Klimaschutzmanager Stefan Glässner auf RZ-Anfrage mitteilt, hat die Kreisverwaltung inzwischen die beiden BMW i3 wieder zurückgegeben. Die Altenkirchener Kreisverwaltung war vor zwei Jahren die erste, die diese Elektromobile im Einsatz hatte, die eine maximale Reichweite von 200 Kilometern haben. Allerdings hat sich gezeigt, dass diese Fahrzeuge für den Einsatz in der ländlichen Region nur bedingt geeignet sind.

    Auch die Altenkirchener Außenstelle der Energieagentur hat sich von ihrem elektrischen Dienstwagen wieder getrennt. Dieser war zu wenig im Einsatz, sodass sich das Vorhalten dieses Fahrzeugs auf Dauer nicht gelohnt hatte. Zwei weitere Elektrofahrzeuge waren über das Verbundprojekt E-Wald im Kreis Altenkirchen unterwegs. Teilweise waren sie als Dienstfahrzeuge im Einsatz, teilweise konnten Bürger sie mieten. Nach Auskunft von Stefan Glässner fällt die Bilanz ernüchternd aus: Gerade einmal 30 Nutzer hatten von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Insofern lag es auf der Hand, dass die E-Wald-Organisatoren das Modellprojekt im Kreis Altenkirchen wieder beendeten.

    Ganz möchte die Kreisverwaltung allerdings nicht auf die Möglichkeit des Elektroantriebs verzichten. Zum Fuhrpark der Verwaltung gehören neuerdings zwei Audi e-tron. Hierbei handelt es sich um Plug-in-hybrid-Fahrzeuge, die sowohl mit Diesel als auch mit Strom betrieben werden können. Rein elektrisch können sie nur kurze Zeit fahren, sodass dieser Antrieb nur für überschaubare Strecken in Betracht kommt. Bei längeren Fahrten muss auf Diesel umgestellt werden. Der Doppelantrieb ist entsprechend teuer.

    E-Mobile haben die Kommunalverwaltungen im AK-Land jedoch keineswegs abgeschrieben. Klimaschutzmanager Glässner berichtet von einer neuen Initiative: Gemeinsam mit den Verbandsgemeinden Altenkirchen, Flammersfeld und Kirchen beantragt der Kreis Fördermittel, um sowohl Elektrofahrzeuge anschaffen als auch Schnellladestationen aufstellen zu können. Bei diesen gibt der Bund einen Zuschuss von 50 Prozent. Ebenfalls zu 50 Prozent fördert er die Mehrkosten, die beim Einsatz eines strombetriebenen Fahrzeugs entstehen. Der Kreis möchte zwei Autos beschaffen; ebenso die VG Altenkirchen. In Flammersfeld und Kirchen geht es jeweils um ein Fahrzeug. Eine Schnellladestation ist in Altenkirchen geplant. An ihr können dann Elektrofahrzeuge innerhalb einer halben Stunde "vollgetankt" werden.

    Von unserem Redaktionsleiter Marcelo Peerenboom

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