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  • Höhr-GrenzhausenDas Spiel mit Feuer und Glasur

    Seit Jahrhunderten wird im Kannenbäckerland rund um Höhr-Grenzhausen traditionell das Westerwälder salzglasierte, grau-blaue Steinzeug angefertigt. Brannten früher mehrere der Kannenöfen, legte sich über den Ort eine dicke Rauchwolke. Heute gibt es nur noch wenige traditionelle Betriebe, die meisten Kannenöfen und Eulereien sind abgerissen.

    Foto: rlpthb

    Einige der traditionsreichen Betriebe haben alle Zeiten überstanden und zeigen heute noch die alte Handwerkskunst. Höhr-Grenzhausen gilt als das in Europa größte Bildungs- und Forschungszentrum für die Keramik. In den Töpferwerkstätten und Ateliers entsteht eine breite Palette von Irdenware über Steinzeug bis zum Porzellan.

    In der Traditionstöpferei, die 1884 von Matthias Girmscheid gegründet wurde, wird heute wie vor über 100 Jahren in speziellen Öfen das salzglasierte Westerwälder Steinzeug hergestellt. Die robuste und widerstandsfähige Glasur entsteht bei mehr als 1200 Grad im offenen Feuer nur durch Zugabe von Kochsalz. Jedes Stück, ob Bierkrug, Tasse, Brottopf oder Auflaufform, ist ein Unikat: spülmaschinenfest, mikrowellengeeignet und backofenfest.

    Eine Woche später als gewohnt und zum 39. Mal zieht in diesem Jahr der Europäische Keramikmarkt mit einem Rahmenprogramm für die ganze Familie viele Besucher in die Stadt der Keramik. Auf einer etwa 500 Meter langen Marktzone zeigen rund 150 Teilnehmer aus ganz Europa, was die Vielfalt der Keramik ausmacht. Angeboten werden Gebrauch- und Zierkeramik, salzglasiertes Steinzeug, originelle Tonpfeifen, Keramikschmuck und viele andere Erzeugnisse aus Keramik. Auf dem Plateau hinter dem Keramikmuseum zeigt das Gastland Wales einen Querschnitt seines keramischen Schaffens. Das Keramikmuseum präsentiert bei freiem Eintritt Porzellan aus der diesjährigen Gaststadt Jingdezhen (China). Der Laigueglia-Platz steht im Zeichen des Rakus, einer speziellen Brenntechnik, die in Japan entwickelt wurde. Am Samstagabend, 10. Juni, beginnt mit Einbruch der Dunkelheit eine spektakuläre Raku-Performance. Jean-François Bourlard und Valerie Blaize aus Frankreich spielen mit Feuer und Glasuren und zaubern losgelöst von Funktion und Konvention mit flüssiger Glasur und glühenden Scherben. Der Europäische Keramikmarkt in Höhr-Grenzhausen hat am Samstag, 10. Juni, von 10 bis 18 Uhr und am Sonntag, 11. Juni, von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

    Informationen: Kannenbäckerland-Touristik-Service, Lindenstraße 13, Höhr-Grenzhausen, Telefon 02624/194 33. Weitere Ausflugstipps aus der Region gibt es unter www.gastlandschaften.de/westerwald.

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