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    KoblenzStadt: Noch hat niemand die „Brigittchen-Straße“ beantragt

    Noch hat niemand beantragt, eine Straße nach Brigitte Karbach zu benennen. Das erklärt die Stadt auf RZ-Anfrage, nachdem zwei Fotomontagen im Internet für Aufsehen gesorgt hatten: Fotograf Manolito Röhr hatte darauf ein Straßen- und ein Bushaltestellenschild im Altengraben digital mit „Brigitte-Karbach-Straße“ verziert.

    Und auch ein Straßenschild wurde digital "umgewidmet".
    Und auch ein Straßenschild wurde digital "umgewidmet".
    Foto: Koblenz-mal-ande

    Bei Facebook sorgte das vermeintliche Ansinnen, die 2008 verstorbene stadtbekannte Prostituierte „Brigittchen“ mit einer Straßenumbenennung posthum zu ehren, bereits für viel Zustimmung. Sollte sich dazu tatsächlich eine Initiative in der Stadt finden, müsste ein Bürger oder eine Stadtratsfraktion dies zunächst beantragen, erklärt die Stadt. Bürger wenden sich dazu an das Amt für Stadtvermessung und Bodenmanagement, Fraktionen können einen solchen Antrag im Stadtrat stellen.

    „Im zuständigen Amt ist ein Arbeitskreis Straßenbenennungen angesiedelt, der unregelmäßig tagt. Dort würde der Antrag – ob aus der Bürgerschaft oder dem Rat – behandelt. Wenn gegen den Vorschlag nichts einzuwenden ist, kommt er auf eine Liste und wird bei anstehenden Neubenennungen von Straßen berücksichtigt“, erklärt ein Pressesprecher der Stadt das Verfahren. Der Arbeitskreis sei allerdings bestrebt, etwa Straßen in Gewerbegebieten eher mit Namen aus dem Bereich der Wirtschaft zu benennen. Außerdem sei der Kreis bemüht, alte Flurbezeichnungen am Leben zu erhalten. „Über die Neubenennung oder die Umbenennung einer Straße befindet auf jeden Fall der Stadtrat.“

    Sollte nun jemand auf die Idee kommen, ausgerechnet den Altengraben in „Brigitte-Karbach-Straße“ umzubenennen, so wie es die Fotomontagen von Manolito Röhr vorgeben, wäre dies kompliziert: „Bei Umbenennungen muss das Amt die Erforderlichkeit, die Geeignetheit und die Verhältnismäßigkeit prüfen und bejahen, bevor der Rat entscheiden kann“, so der Stadtsprecher. „Außerdem muss vorher eine Befragung der Betroffenen durchgeführt werden, denn auf die kommen ja teilweise erheblicher Aufwand und Kosten zu.“ tim

     

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