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    NürburgNeuer Bond: 007 in geheimer Mission am Nürburgring

    Russen, die einen Anschlag auf dem Nürburgring planen: Das Komplott ist Gegenstand einer neuen James Bond-Episode. Für den Roman ließ sich der Autor auch von einem Rennfahrer über den Ring fahren und ordentlich durchschütteln.

    Der Start des ADAC 1000-km-Rennens am 26. Mai 1957. Eine Zusendung unseres Lesers Rolf Niemeyer für die Serie "<a href="http://www.rhein-zeitung.de/bilder/historische-bilder_galerie,-Historische-Bilder-Mai-2015-_mediagalid,36323.html" target="_blank">Historische Bilder unseres Landes</a>". Zu dieser Zeit spielt das neue Bond-Buch. 
    Der Start des ADAC 1000-km-Rennens am 26. Mai 1957. Eine Zusendung unseres Lesers Rolf Niemeyer für die Serie "Historische Bilder unseres Landes". Zu dieser Zeit spielt das neue Bond-Buch. 

    Von unserem Redakteur Hilko Röttgers

    James Bond kommt an den Nürburgring. Dort beginnt die neueste Mission des britischen Geheimagenten, die im Jahr 1957 spielt. Im Roman "Trigger Mortis" von Anthony Horowitz, der am 8. September erscheint, gerät 007 an der legendären Eifel-Rennstrecke in ein Komplott der Russen, die dort ein Grand-Prix-Rennen sabotieren wollen.

    Dass James Bond neben seiner Inkarnation als Kinoheld auch als Romanfigur weiterlebt, ist den Erben seines Schöpfers Ian Fleming zu verdanken. Zuletzt im Zwei-Jahres-Rhythmus, vergeben sie die Lizenz zum Töten an ausgewählte Autoren, um der Geschichte des bekanntesten Geheimagenten der Welt ein weiteres Kapitel hinzuzufügen.

    Nun wurde Anthony Horowitz berufen. Zu dessen bisherigen Erfolgen gehören unter anderem die zehnteilige Alex-Rider-Jugendbuchreihe mit einer einer Gesamtauflage von rund 19 Millionen Exemplaren sowie Drehbücher für die ersten Folgen der Krimiserie "Inspector Barnaby". Auch mit dem Fortführen literarischer Figuren anderer Autoren kennt sich der 59-jährige Engländer aus. Auf sein Konto gehen zum Beispiel zwei Sherlock-Holmes-Romane. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern als 007-Fortsetzungsautor genießt Horowitz allerdings ein besonderes Privileg. Für seinen Roman konnte er auf bislang unveröffentlichtes Material von Ian Fleming zurückgreifen. 

    Für das Buch hat der Autor im vergangenen Juli auch an Ort und Stelle recherchiert. Zwei Runden auf dem Nürburgring hätten ihn ganz schön durchgeschüttelt, schrieb er.

    Trigger Mortis - der neue Bond-Roman, geschrieben von Anthony Horowitz auf der Grundlage von Material des Bond-Erfinders Ian Fleming.
    Trigger Mortis - der neue Bond-Roman, geschrieben von Anthony Horowitz auf der Grundlage von Material des Bond-Erfinders Ian Fleming.

    Doch woher ist das Material, das die Grundlage für das Buch bildet? Mitte der 1950er-Jahre, als die Bond-Romane erste Beachtung fanden, war die Idee entstanden, eine TV-Serie um 007 zu entwickeln. Ian Fleming arbeitete mehrere Entwürfe für mögliche Episoden aus, doch die Serie wurde nie verwirklicht. Manche seiner Ideen nutzte Fleming später selbst und verarbeitete sie in Kurzgeschichten. Andere nicht.

    So blieb auch Flemings Entwurf für eine Episode mit dem Titel "Mord auf Rädern" ungenutzt. Sie bildet nun die Grundlage für Horowitz’ Roman. In "Mord auf Rädern" vereitelt 007 am Nürburgring einen Plan der Russen, die einen Unfall des britischen Rennfahrers Stirling Moss herbeiführen wollen. Stirling Moss spielt in "Trigger Mortis" zwar keine Rolle mehr, wie Anthony Horowitz bereits verraten hat. Aber eine actionreiche Sequenz am Nürburgring wird es geben.

    Nach dem Auftakt am Nürburgring, der zwei Wochen nach dem Ende von Horowitz’ Lieblings-Bond-Roman "Goldfinger" spielt, geht es um den Wettlauf ins All. Dabei bekommt es 007 nicht nur mit Bond-Girl Jeopardy Lane und einem koreanischen Bösewicht namens Jai Seung Sin zu tun, sondern auch mit zwei alten Bekannten: mit der russischen Spionage-Organisation Smersh. Und mit "Goldfinger"-Bond-Girl Pussy Galore.

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