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  • Facebook: Mobbing-Seite ist vom Netz - Experten warnen: Anstiftung zum Posting kann Straftat sein

    Mainz. Die Mobbing-Seite auf Facebook, auf der Frauen und Mädchen aus dem Rhein-Main-Gebiet mit Nacktfotos und Sexbildern bloßgestellt und als "Schlampen" verunglimpft werden, war am Donnerstag nicht mehr im Internet sichtbar. Ganz Deutschland fragt sich jetzt: Wurde sie gelöscht? Oder hat Facebook sie vorübergehend auf unsichtbar geschaltet?

    Am Sonntag ging es los mit der Seite, die auf völlig entwürdigende Art Mädchen und junge Frauen zum Abschuss als Schlampen freigibt. Für 100 Likes war das erste Foto in Aussicht gestellt worden, am Mittwoch hatte die Seite 8000 Likes - und es gab in anderen Städten ähnliche. 
    Am Sonntag ging es los mit der Seite, die auf völlig entwürdigende Art Mädchen und junge Frauen zum Abschuss als Schlampen freigibt. Für 100 Likes war das erste Foto in Aussicht gestellt worden, am Mittwoch hatte die Seite 8000 Likes - und es gab in anderen Städten ähnliche. 

    Mainz - Die Mobbing-Seite auf Facebook, auf der Frauen und Mädchen aus dem Rhein-Main-Gebiet mit Nacktfotos und Sexbildern bloßgestellt und als "Schlampen" verunglimpft werden (unsere Zeitung berichtete), war am Donnerstag nicht mehr im Internet sichtbar. Unklar blieb, ob die Seite gelöscht oder von Facebook vorübergehend auf unsichtbar geschaltet wurde.

    Das hessische Landeskriminalamt (LKA) machte keine Angaben zum Stand der Ermittlungen. Tobias Huch, stellvertretender Landesvorsitzender der Jungen Liberalen, unterstützt als IT-Experte das LKA in Mainz und Wiesbaden bei der Suche nach dem Betreiber der Seite. Neben dem Melden von Mobbing-Seiten bei Facebook ermuntern die Liberalen ausdrücklich zur Anzeige, falls Postings mit der Aufforderung zu Straftaten auftauchen. "Bereits die Anstiftung kann eine Straftat sein", sagt Burkhard Müller-Sönksen, medienpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion. "Ein einfaches Posting ‚Veröffentlicht endlich neue Bilder der Schlampen!‘ kann unter Umständen schon bestraft werden", sagt Huch. ren/law

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