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    EisighofenEisighofen: Kunst belebt Glascontainer

    Schnöde Glascontainer und farbenfrohe Kunst hat Renate Gemmer in Eisighofen zusammengeführt. Die Künstlerin gestaltete die Nutzbehälter in der Dorfmitte mit viel Geduld und künstlerischer Schaffenskraft zu fröhlichen Kunstwerken um.

    Stolz präsentierten Ortsbürgermeister Alexander Lorch und Künstlerin Renate Gemmer in Eisighofen, wie schön und fantasievoll Glascontainer aussehen können.
    Stolz präsentierten Ortsbürgermeister Alexander Lorch und Künstlerin Renate Gemmer in Eisighofen, wie schön und fantasievoll Glascontainer aussehen können.

    Von unserer Mitarbeiterin Dagmar Schweickert

    "Ich fand die Container an der Bushaltestelle einfach hässlich - da hatte ich die Idee, sie anzumalen", erinnert sie sich. Da die Container nicht der Ortsgemeinde, sondern der Containerfirma Rhenus in Lahnstein gehören, rief sie dort an, bekam die Genehmigung zur Umgestaltung und die Bitte: "Ich soll der Firma Bilder schicken, wenn die Container fertig angemalt sind."

    Der Ortsgemeinderat von Eisighofen musste in diesem Fall der Umgestaltung nicht zustimmen, dennoch trug Bürgermeister Alexander Lorch die Idee im Gremium vor und bekam große Zustimmung für das Projekt.

    Renate Gemmer wählte als Motive Holzstämme für den Braunglasbehälter, eine bunte Blumenwiese für den Weißglascontainer und eine Fantasielandschaft, die ein Blick in eine Unterwasserwelt sein könnte, für den Grünglascontainer. "Damit man nach wie vor sofort erkennen kann, welche Glassorte wohin gehört, habe ich das natürlich unübersehbar draufgeschrieben", berichtet sie.

    Renate Gemmer hat vor zehn Jahren während einer Kur ihre Leidenschaft fürs Malen entdeckt. Seitdem ist sie regelmäßig künstlerisch tätig, arbeitet am liebsten mit Acrylfarben. Auch bei den Containern hat sie Acrylfarben benutzt. Sie arbeitete mit normalen Pinseln und Schwämmen, zum Schluss versiegelte sie die Bilder mit einem matten Lack. "Ich habe ja bereits im vergangenen Jahr angefangen mit dem Projekt, die Bilder haben also schon einen Winter überstanden, bevor sie nun fertig wurden.

    Ich hoffe, dass sie durch den Lack auch in Zukunft gut geschützt sind", so die Künstlerin. Viele Passanten hätten mit ihr während der Arbeit gesprochen, ihr von Weitem applaudiert und ihr gesagt, wie gut sie die Kunstaktion finden. "Und eine Nachbarin hat beobachtet, dass der Mann, der die Container leert, immer besonders vorsichtig mit ihnen umgeht", freut sie sich.

    Bürgermeister Alexander Lorch präsentierte die Kunstwerke an der Bushaltestelle nun zusammen mit Renate Gemmer voller Stolz: "Es ist schön, wenn sich eine Bürgerin so engagiert. Natürlich unterstützen wir das, denn uns allen ist sehr viel daran gelegen, den Ort, vor allem aber die Dorfmitte noch schöner zu gestalten."

    Erste Schritte hierbei seien das Pflanzbeet auf der Insel zwischen Bushaltestelle und Durchgangsstraße sowie mehrere Pflanzgefäße gewesen. Auch das neue Gerätehaus sorge für Struktur. Für die Zukunft sind weitere Projekte geplant, um Eisighofen noch schöner zu machen. Im Moment jedoch sind die bunten Glascontainer der absolute Hingucker.

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