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    Ausflugstipp Historienspiele: Festung Ehrenbreistein wird von Rittern bevölkert

    Koblenz-Ehrenbreitstein - 3000 Jahre lebendige Geschichte: Unterhaltsame, lehrreiche und aufregende Angebote für jedes Alter und tollkühne Reiterakrobatik bieten die Historienspiele auf der Festung Ehrenbreitstein.

    An sechs verschiedenen Orten auf der Festung tauchen die Besucher in die 3000 Jahre währende Geschichte dieses Ortes - mit Vorführungen, Mitmachaktionen und viel Spektakel.
    An sechs verschiedenen Orten auf der Festung tauchen die Besucher in die 3000 Jahre währende Geschichte dieses Ortes - mit Vorführungen, Mitmachaktionen und viel Spektakel.
    Foto: GDKE/Ulrich Pfeuffer

    Schon traditionsgemäß halten an Christi Himmelfahrt (29. Mai) und dem darauf folgenden Wochenende (31. Mai und 1. Juni) Kelten, Römer, Ritter und Preußen Einzug in die Festung und lassen längst vergangene Zeiten aufleben. Traditionelle Handwerkstechniken, Waffenvorführungen, Kämpfe und Musik aus drei Jahrtausenden - dieser Mix erwartet die Besucher an diesem besonderen Ort.

    Ein Konzept, das einzigartig in Deutschland und eng mit der Geschichte des Ortes verknüpft ist, heißt es in einer Pressemitteilung. "Seit 3000 Jahren ist der Felssporn hoch über Rhein und Mosel kontinuierlich befestigt gewesen. Das konnte bisher nirgendwo sonst in Deutschland nachgewiesen werden", so Thomas Metz, Hausherr und Chef der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz. "Als wir vor zehn Jahren die Historienspiele ins Leben gerufen haben, war es uns wichtig, diese Zeitspanne auch mit der Auswahl der historischen Gruppen darzu- stellen."

    Die Zeitreise beginnt in einem keltischen Dorf. Dort wird Geschichte erlebbar, wenn etwa altes Handwerk, die Herstellung von Waffen und viele Spiele für Kinder vorgestellt werden. Mit Betreten des Hauptgrabens beginnt die große Zeit der römischen Cäsaren. Wie einst unter Marcus Aurelius belagern die Legionäre das Rheinland und demonstrieren beim Exerzieren zu Fuß und per Pferd den Drill und die Disziplin, die Rom zu einer Weltmacht werden ließen. Wer schon immer wissen wollte, wie schwer ein römisches Kettenhemd ist, kann im Lager nicht nur bei dessen Herstellung über die Schulter schauen, sondern sich auch einmal selbst eines überziehen.

    Die Ära der Ritter wird mit einem mittelalterlichen Markt dargestellt. An zahlreichen Ständen wird um Schönes und Nützliches, Kurioses und Ausgefallenes gefeilscht. Musik spielt auf, mischt sich mit dem Hämmern des Schmieds und den Rufen der Gaukler. "Ein Höhepunkt der Historienspiele 2014 wird die waghalsige Musketier-Reitvorführung der Compania Ferrata sein", verspricht Michael Cornély, Chef der Gesellschaft für Burgenmarketing, die die Historienspiele organisiert. Die Reiter und Pferde der Compania wirken sonst in Filmen oder bei den Bad Segeberger Karl-May-Festspielen mit. Von dramatischen Schwertkämpfen, halsbrecherischen Stunts, atemberaubenden Pferdedressuren bis hin zu pfeilschnellem Trickreiten wird hier alles geboten. Die große Feuershow mit dem Duo Jomamankü setzt am Samstagabend Glanzlichter. Mit Masseny, die Tänze und Fechtkunst zeigen, wird das Zeitalter des Barock auf der Festung lebendig, und in die frühe Neuzeit entführen die Preußen, die dreimal täglich große Kanonen abfeuern und in ihren historischen Uni- formen über die Festung patrouillieren.

    Ein besonderer Höhepunkt für die kleinen Besucher ist die große Kinderaktionsfläche auf dem Ravelin. Dort gibt es von der Kinderschmiede über den Strohspielplatz bis zur Märchenerzählerin viele Mitmachaktionen. Wer ist stärker: erfahrene Ritter oder eine Heerschar Kinder? An jedem Veranstaltungstag wird dieser Kampf aufs Neue entschieden - "ein ungefährliches aber wildes Gefecht mit hohem Spaßfaktor", so Michael Cornély.

    Am einfachsten gelangen die Besucher mit der Seilbahn auf die Festung. Das detaillierte Programm gibt es im Internet unter www.diefestungehrenbreitstein.de

    Öffnungszeiten und Preise

    Öffnungszeiten: Die Historienspiele auf der Festung Ehrenbreitstein sind an Christi Himmelfahrt und am Wochenende geöffnet, und zwar am Donnerstag, 29. Mai, von 10 bis 19 Uhr, am Samstag, 31. Mai, von 10 bis 22 Uhr, und am Sonntag, 1. Juni, von 10 bis 19 Uhr.

    Die Seilbahn fährt jeweils eine halbe Stunde länger, also am Donnerstag und Sonntag bis 19.30 Uhr, am Samstag bis 22.30 Uhr.

    Preise: Für Inhaber der Festungs- oder Kombidauerkarte ist der Eintritt kostenfrei. Für alle anderen gibt es verschiedene Möglichkeiten: Der Eintritt nur zu den Historienspielen kostet für Erwachsene 12 Euro (ermäßigt 10,50 Euro), für Kinder zwischen 7 und 18 Jahren 7 Euro, Jüngere haben freien Eintritt. Familienkarten gibt es zum Beispiel für einen Erwachsenen und bis zu vier Kinder für 18 Euro, für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder für 28 Euro.

    Möchte man eine Kombikarte für Seilbahn und Historienspiele lösen, so zahlen Erwachsene 18 Euro (ermäßigt 16 Euro), Kinder ab sieben Jahre 9,50 Euro, Familien mit einem Erwachsenen 27 und mit zwei Erwachsenen 42 Euro. Inhaber des Abo-Ausweises der Rhein-Zeitung erhalten den ermäßigten Eintrittspreis - pro Ausweis ist der Kauf von maximal zwei ermäßigten Karten möglich.

    Parken: Besucher der Festung zahlen 1 Euro, alle übrigen Besucher für ein bis drei Stunden 3 Euro und für jede weitere Stunde 1,50. Die Tageskarte kostet 12 Euro. Zwischen den Ausweich-Parkplätzen (WTS/ Fritschkaserne) und dem Parkplatz am Entrée-Gebäude verkehrt zu den Öffnungszeiten der Historienspiele ein kostenloser Shuttle-Bus. dos

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