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  • OECD nennt Panama den „letzten großen Verweigerer“ von Steuertransparenz

    Berlin. OECD-Chef Angel Gurría findet nach der Aufdeckung tausender Briefkastenfirmen klare Worte Richtung Panama. Das Land hinke in Sachen Transparenz weit hinterher. Die jetzt offengelegte "außergewöhnliche" Lage biete aber auch eine Chance.

    Panama habe sich nicht an Zusagen gehalten, internationale Standards für Steuer-Transparenz einzuhalten. Die Konsequenzen seien nun öffentlich sichtbar. Die OECD habe die Finanzminister der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) erst vor einigen Wochen gewarnt, dass Panama einen Rückzieher gemacht habe beim vereinbarten automatischen Informationsaustausch über Finanzgeschäfte.

    Der OECD-Chef forderte Panama auf, auf internationale Standards für Steuer-Transparenz zu achten: "Panama muss sein Haus in Ordnung bringen, indem es diese Standards unverzüglich umsetzt." Die OECD ist weltweit der Motor im Kampf gegen Steuerbetrug und -vermeidung.

    Nach einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel und den Spitzen internationaler Finanz- und Wirtschaftsorganisationen am Abend im Kanzleramt sprach Gurría von einem Signal an all jene, die Handelspartner von Panama seien und an die Länder, die ähnliche Geschäftsmodelle betreiben. Man könnte politischen Druck ausüben, damit auch diese Länder sich an die Regeln halten.

    Es sei außerordentlich ungewöhnlich, dass sich Panama nicht am Informationsaustausch mit den anderen 130 Ländern beteilige. Nach den Enthüllungen gibt es aus Sicht des OECD-Chefs aber auch eine Chance. "Die Welt erkennt, welches Ausmaß ein solcher Missbrauch haben kann." Es biete sich eine Chance, Druck auszuüben, damit sich Panama anderen Staaten der Welt anschließe.

    dpa

     

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