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  • Experte erwartet kurze Wahlnacht - mit Clinton als Siegerin

    Washington. Die Amerikaner lieben es, in statistischen Wahrscheinlichkeiten zu denken - beim Baseball, Football und ja, auch bei Wahlen.

    Foto: Oakozhan - Fotol

    Von unserem Redakteur Christian Kunst

    Die statistische Lage knapp eine Woche vor der US-Präsidentschaftswahl sieht so aus, berichtet der Leiter der Atlantischen Akademie in Kaiserslautern, der USA-Experte David Sirakov: Die Demokratin Hillary Clinton hat bereits jetzt 260 Wahlmännerstimmen so gut wie sicher, weil sie in vielen traditionell demokratischen Hochburgen (Kalifornien oder New York), aber auch in einigen früher umkämpften Bundesstaaten (Colorado oder New Mexiko) in Umfragen deutlich die Nase vorn hat. Ihr republikanischer Konkurrent hat laut Sirakov derzeit 157 Stimmen sicher.

    Damit sind noch 121 Stimmen offen, die sich mehr oder weniger auf die elf sogenannten Swing States (Wechselwählerstaaten) verteilen. Doch Clinton hat einen gewaltigen Vorteil: Ihr reichen elf weitere Wahlmännerstimmen zu ihren bereits - statistisch gesehen - sicheren 260 Stimmen, um diese Wahl zu gewinnen. Anders ausgedrückt: Trump müsste tatsächlich nahezu alle elf Swing States für sich erobern, um ins Weiße Haus einzuziehen - ein für Sirakov nahezu aussichtsloses Unterfangen selbst für einen moderateren Kandidaten, der Trump definitiv nicht ist.

    Nun mag man einwenden: Was sind schon Umfragen in so unsicheren Zeiten? Doch in den USA ist die Demoskopie mittlerweile extrem ausgefeilt, auch weil es viel genauere Daten über jeden Wähler gibt und der Wettbewerb der Institute millionenschwer geworden ist. Der Koryphäe der US-Wahlforscher, Nate Silver, ist es 2012 etwa gelungen, den Ausgang der Präsidentschaftswahl fast punktgenau vorherzusagen, berichtet Sirakov.

    Zudem hat die Zahl der für die Demokraten sicheren Staaten angesichts des demografischen Wandels deutlich zugenommen. Zum Vergleich: 2000 konnte sich der Demokrat Al Gore 203 Stimmen sicher sein, George W. Bush, der später knapp gewann, 195 Stimmen. Bei Barack Obama waren es 2008 schon 291 Stimmen, bei Clinton jetzt 260. Daran wird laut Sirakov auch das Wiederaufflammen der E-Mail-Affäre nichts ändern. 50 Prozent der demokratischen Anhänger und 47 Prozent der Republikaner hätten in Umfragen gesagt, dass die Affäre keinen Einfluss auf ihre Wahlentscheidung hat. 13 Prozent der Demokraten sagten sogar, dass sie Clinton jetzt erst recht wählen. Nur für 5 Prozent ist dies unwahrscheinlich geworden. Für Sirakov ist dies ein Beleg dafür, dass die Affäre die Reihen um die Kandidaten eher schließt und dass sich kaum noch etwas verschieben wird.

    Und so könnte es am Dienstag eine eher kurze Wahlnacht werden. Genauer hinschauen sollten deutsche Zuschauer in den Swing States Florida und North Carolina, die früh ausgezählt werden. Es folgen Staaten wie Ohio, wo Sirakov einen Sieg Trumps für möglich hält. Doch selbst wenn der Republikaner alle drei Staaten holen sollte, folgt dann Wisconsin. Spätestens dort dürfte die Wahl kippen, glaubt der Experte. Tatsächlich dürfte das Rennen deutlich früher entschieden sein - spätestens um 2 Uhr, sagt Sirakov. Statistisch gesehen.

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