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    WashingtonBaute Extremist aus Jemen die Bombe?

    Nach Einschätzung von US-Geheimdiensten wurden die beiden in Druckerkartuschen versteckten Sprengstoffsätze von Ibrahim Hassan El Asiri, einem jemenitischen Extremisten, gebaut.

    Im Visier: Hassan El Asiri
Foto: dpa
    Im Visier: Hassan El Asiri
    Foto: dpa

    Washington. Nach Einschätzung von US-Geheimdiensten wurden die beiden in Druckerkartuschen versteckten Sprengstoffsätze von Ibrahim Hassan El Asiri, einem jemenitischen Extremisten, gebaut.

    Wie die "New York Times" unter Berufung auf Sicherheitskreise schreibt, ist es mindestens das dritte Mal, dass der gebürtige Saudi El Asiri, ein Mitglied von El Kaida, Bomben für Anschläge bastelte. Angeblich war es seine Idee, dem sogenannten Unterhosenbomber Umar Faruk Abdulmutallab, der Weihnachten über Detroit eine Transatlantik-Maschine in die Luft jagen wollte, Sprengstoff in die Unterwäsche zu nähen.

    Auch bei einem Selbstmordattentat, bei dem der saudische Geheimdienstchef Mohammed Bin Najef getötet werden sollte, hatte El Asiri wohl seine Hände im Spiel.

    Presseberichten zufolge war es Bin Najef, der das Weiße Haus über die Gefahr informierte. Am Donnerstagabend ließ er sich mit John Brennan, dem Antiterrorspezialisten der Regierungszentrale, früher CIA-Resident in Saudi-Arabien, verbinden. Präsident Barack Obama nahm bereits am Freitag, wenige Stunden nachdem die Terrorpläne aufgedeckt waren, zu dem Komplott Stellung.

    Nach Abdulmutallabs gescheitertem Anschlagsversuch im Dezember hatte die konservative Opposition Obama vorgeworfen, zu lange geschwiegen zu haben. Diesen Fehler wollte er nicht noch einmal begehen. In den US-Medien hingegen hat sich die Aufregung über die Kartuschen schnell gelegt. Am Sonntag waren sie praktisch kein Thema mehr, zu sehr ist das Land mit der bevorstehenden Kongresswahl beschäftigt.

    Das Heimatschutzministerium in Washington wiederum hat zwei mit den USA verbundene Institute in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa als mögliche Gefahrenquelle im Visier. Das Ministerium gab eine Warnung heraus, wonach der Bombenbastler sowohl mit dem Jemenitisch-Amerikanischen Sprachinstitut als auch mit amerikanischen Zentrum für Ausbildung und Entwicklung in Verbindung stand.

    Nach Angaben von Michael McCaul, des führenden Konservativen im Homeland-Security-Ausschuss des Repräsentantenhauses, sollten die in Großbritannien und Dubai sichergestellten Pakete in einer Synagoge und einem jüdischen Gemeindezentrum in Chicago detonieren. Dass sie an Bord von Frachtflugzeugen explodieren sollten, hält McCaul eher für unwahrscheinlich.

    Unklar bleibt, ob der von den Fahndern gesuchte Imam Anwar El Awlaki, wie von vielen vermutet, der Drahtzieher ist. El Awlaki, ein US-Staatsbürger, ist im Jemen untergetaucht. In seinen Online-Foren wirbt er um Nachwuchs-Extremisten in den USA und Europa, die bereit sind, auf die radikale Seite zu wechseln. In diesem Jahr setzte ihn die CIA auf eine Liste von Fanatikern, die durch ferngesteuerte Drohnen getötet werden sollen.

    Von unserem USA-Korrespondenten Frank Herrmann

    Terrorpaket machte Station in Köln/BonnRZ-KOMMENTAR: Besser spät als zu spät
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