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  • ADHS: Kinder bekommen weniger Pillen

    Rheinland-Pfalz/Berlin. Der Trend zu immer mehr Verordnungen von Ritalin bei Kindern mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist offenbar gebrochen. Das geht aus Zahlen des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte sowie Beobachtungen von Ärzten hervor.

    Viele Bezugspersonen sind gefordert, wenn ein Kind unter ADHS leidet: An erster Stelle sind es Lehrer und Eltern, es kann aber auch der Trainer im Sportverein sein. Experten wie der Mainzer Professor 
Michael Huss empfehlen eine Mischung aus liebevoller Wertschätzung und der Vermittlung klarer Strukturen. Fotomontage: Svenja Wolf
    Viele Bezugspersonen sind gefordert, wenn ein Kind unter ADHS leidet: An erster Stelle sind es Lehrer und Eltern, es kann aber auch der Trainer im Sportverein sein. Experten wie der Mainzer Professor 
Michael Huss empfehlen eine Mischung aus liebevoller Wertschätzung und der Vermittlung klarer Strukturen. Fotomontage: Svenja Wolf

    Von unserem Redakteur Christian Kunst

    Laut Bundesinstitut sank der Verbrauch von Methylphenidat (MPH), dem Wirkstoff von Medikamenten wie Ritalin, 2013 das erste Mal seit 20 Jahren wieder und ging auch im Folgejahr weiter zurück. Demnach wurden 2014 deutschlandweit 1716 Kilogramm Methylphenidat verbraucht - 5 Prozent weniger als 2013, als der Konsum bereits um 2 Prozent auf 1803 Kilo gesunken war.

    2012 erreichte der Verbrauch einen Rekordstand von 1839 Kilo. Zwischen 2002 und 2012 hatte er sich verdreifacht. In Rheinland-Pfalz hatte sich die Zahl der verordneten MPH-Tagesdosen zwischen 2004 und 2011 laut Kassenärztlicher Vereinigung (KV) auf 3,6 Millionen verdoppelt, die Zahl der Verordnungen stieg von 91 000 auf 115 000. Aktuellere Zahlen konnte die KV nicht nennen. Allerdings hat die Techniker Krankenkasse bei den Verordnungen für ADHS-Medikamente bereits zwischen 2009 und 2012 einen Rückgang um 4,3 Prozent verzeichnet. Auch hier lagen aktuellere Zahlen nicht vor.

    Prof. Dr. Michael Huss, Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Rheinhessen-Fachklinik in Mainz, kann den Trend zu weniger Medikamenten für ADHS-Kinder bestätigen: "Die Verordnungszahlen von ADHS-Medikamenten sind mittlerweile stabil bis eher rückläufig. Wir sind kein Volk von Gedopten", sagt Huss im Interview mit unserer Zeitung.

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