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  • Leitartikel – Köln lehrt: Die Mitte muss die Dinge beim Namen nennen

    Der Schock von Köln: Er sitzt tief, und er will und wird nicht abklingen. Immer mehr erfahren wir über die verstörenden Ereignisse der Silvesternacht am Rhein. Immer stärker packt uns das Entsetzen darüber, dass Hunderte von Frauen mitten in einer deutschen Metropole nicht vor einem enthemmten Mob von offenbar jungen Ausländern zu schützen waren. Immer quälender bewegen uns Fragen, die weder leicht noch leichtfertig zu beantworten sind: 

    Chefredakteur Christian Lindner
    Chefredakteur Christian Lindner

    Christian Lindner zu den Kölner Übergriffen

    Wohin treibt unser Land? Erodiert unsere innere Sicherheit? Was muss aus der Schande von Köln folgen? Welche Fragen richten sich nach Köln an die Medien? Versuchen wir uns, Antworten zu nähern - durchaus bewegt, aber nicht aus dem Bauch heraus, so schwer es nach Köln auch fallen mag.

    Wohin treibt unser Land? Deutschland steuert, wenn jetzt nicht energisch gegengelenkt wird, unverkennbar in eine tiefe innere Krise. Das stundenlang kaum gehemmte Treiben der Männerhorden von Köln hat Hunderte von Frauen geängstigt, gequält, gepeinigt. Es hat aber auch eine üble Botschaft gesendet: Es gibt in unserem Land zu viele Menschen mit ausländischen Pässen, die weder unsere Werte respektieren noch unseren Staat fürchten. Wir wirken offenbar schwach und angreifbar. Mehr noch: Das Fanal von Köln hat uns jäh ins Bewusstsein gerufen, dass es schon zu viele dieser rechtsfreien Räume gibt. Viele Fahrten in Regionalzügen zu später Stunde etwa vermitteln vor allem Frauen, aber auch Männern das Gefühl: Wir sind hier allem, was kommt, und manchen, die hier mitfahren, schutzlos ausgeliefert.

    Erodiert unsere innere Sicherheit? Ja, das tut sie seit Jahren. Und auch hier ist es Zeit, umzusteuern. Eine Politik, die Gerichte, Polizei und weitere mit Sicherheitsaspekten befasste Beamtenapparate wie Ausländer- und Asylbehörden kaputtspart, nimmt den Verfall achselzuckend zugleich in Kauf. Eine Gesellschaft wiederum, die lieber soziale Wohltaten für sich als einen starken Staat für uns alle hat, beschwere sich bitte nicht über eine überforderte Polizei. Ein Volk, das Freiheit und Bürgerrechte aus einer überzogenen Staatsskepsis heraus stets höher wertet als die Wehrhaftigkeit unseres Staatswesens, das höhlt seine Sicherheit selbst aus.

    Was muss aus der Schande von Köln folgen? Auch die Mitte unserer Gesellschaft muss sich wieder auferlegen, die Dinge beim Namen zu nennen. Im Falle von Köln heißt das: Wenn junge Männer aus muslimischen Kulturen meinen, in Deutschland Frauen anpöbeln, begrapschen oder gar schänden zu dürfen, nur weil diese sich nicht so kleiden und geben, wie das islamischen Normen entspricht, dann rede bitte keiner mehr drum herum. Das sind keine Integrationsdefizite, das sind Verbrechen. Und es sind kollektive Anmaßungen von Ausländern, die die Freiheiten unseres Landes missbrauchen, also nicht in unser Land gehören. Wir müssen energisch und konsequent darauf reagieren. Das beginnt mit Körperkameras für Polizisten (damit die Polizei nach Fällen wie jetzt in Köln nicht um Handyvideos von Passanten betteln muss) bis zu einer flächendeckenden Videoüberwachung öffentlicher Plätze nach dem Muster von Großbritannien. Das beinhaltet einen Rückbau unseres reflexhaften Beharrens auf ungeschmälerten Bürgerrechten und ein Absenken der Hürden und Hemmnisse für Abschiebungen. Das reicht bis zum Erhöhen von Steuern und Reduzieren staatlicher Wohltaten zugunsten unserer Sicherheit und Justiz. Wenn es nicht anders geht: Fort mit dem Soli, her mit einem Sicherheitszuschlag.

    Welche Fragen richten sich nach Köln an die Medien? Auch wir haben die Dinge beim Namen zu nennen - so wie das unsere Zeitung schon beim ersten Bericht über das Fiasko von Köln tat, als wir bewusst die Aussagen von Zeugen wiedergaben: Die Täter stammten offenbar aus dem arabischen oder nordafrikanischen Raum. Wir werden aber auch unsere Linie beibehalten, die lautet: Wir schreiben nicht das, was einige gerne lesen wollen, sondern das, was wir gesichert wissen. Die ungeprüfte Verbreitung wilder Gerüchte mag Bestandteil des zweifelhaften Geschäftsmodells von Facebook sein - mit unserem guten Namen ist das nicht vereinbar. Das verbindet uns mit anderen seriösen Medien. Kölner Zeitungen waren es, die der törichten Darstellung der Kölner Polizei vom 1. Januar, die Silvesterfeiern seien "weitgehend friedlich" gewesen, am 2. Januar mit ersten Berichten widersprachen. Als am Montag, 4. Januar, dem ersten Behörden-Werktag nach dem Jahreswechsel, durch immer mehr Anzeigen sexuell gepeinigter Frauen die Schande von Köln deutlich wurde, haben auch wir über die bis dahin gesicherten Erkenntnisse berichtet - am Montag auf der Startseite von Rhein-Zeitung.de, am Dienstag auf der Titelseite, am Mittwoch erneut auf der Titelseite sowie auf einer Extraseite.

    Sie als unsere Leser und Kunden können gewiss sein: In solchen Situationen lässt sich die Redaktion dieser Zeitung und ihrer Internetseiten - anders, als derzeit manche Skeptiker völlig grundlos spekulieren - von niemandem abhalten oder anleiten, treiben oder stoppen. Wir halten keine Fakten zurück, wir halten aber auch kein Gerücht für Wahrheit, nur weil es in den angeblich "Sozialen Netzen" kursiert. Und nie folgen wir einer vermeintlichen Regierungslinie, wie sich dies einige Zeitgenossen derzeit zusammenfabulieren.

    Wir sind stattdessen nur unserem Gewissen, unseren Grundsätzen und unseren Lesern verpflichtet - mit der unerschütterlichen Grundhaltung, dass es bei unserem Publizieren auch und gerade in schwierigen Lagen wie jetzt in den Tagen nach Köln letztlich immer um die Verteidigung unseres Gemeinwesens, unserer Werte und unserer Freiheit geht.

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