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    Kommentar: Sicherheit zuerst!

    „Der Mensch ist der kritische Faktor", antwortet Matthias Bongarth, sozusagen der IT-Chef des Landes Rheinland-Pfalz, auf die Frage, wie es im Hightech-Land USA zu einem Megadatendiebstahl bei einer Bundesbehörde kommen konnte. Er vermutet Innentäter und Schlamperei als Ursachen. „Es gilt, die Mitarbeiter mitzunehmen und zu sensibilisieren“, zieht er die Konsequenz.

    Jochen Magnus
    Jochen Magnus

    Jochen Magnus zur Sicherheit in Computernetzen 

    Auch erprobte Organisationsmaßnahmen wie die strikte Anwendung des Vier-Augen-Prinzips und die Beschränkung auf Zugriffsrechte für möglichst wenige und möglichst eigene (und zufriedene!) Mitarbeiter erhöhen die Sicherheit. Gerade die Missachtung dieses Prinzips hat im Outsourcing-Paradies USA zum Enthüllungserfolg Edward Snowdens geführt. Beim Aufdecken groben staatlichen Fehlverhaltens sind Sicherheitslücken wohl erfreulich, aber wenn es um Strom-, Wasser- und Gasnetze geht, wenn Leben von der IT-Sicherheit abhängen, hört der Spaß auf.

    HighTec auf dem Holzgestell

    "Die Technologien, auf denen die Vernetzung des Alltags und die Informationsströme der Wirtschaft beruhen, ähneln eher provisorischen Holzgestellen als soliden Stahlkonstruktionen, schrieb Frank Rieger, einer der Sprecher des Chaos Computer Clubs, kürzlich im "Spiegel". Er sieht eines der größten Probleme im Bestreben der Digitalbranche, möglichst schnell und billig neue Produkte und Versionen auf den Markt zu werfen, statt von Anfang an stabile, sichere Systeme zu bauen - ähnlich äußert sich auch IT-Chef Bongarth.

    Grundsätzlich gilt: IT-Firmen müssen Sicherheit so wichtig nehmen wie neue Features und schon in der Entwurfsphase miteinplanen. Das war bei den oftmals alten Industriesteuerungen selten der Fall. Und beim neumodischen "Internet der Dinge", ob vernetzte Haushaltsgeräte oder selbst fahrende Autos, wird meist nur blauäugig mit tollen Features geworben, als ob nicht klar wäre, welche Einfallstore damit für trojanische Pferde geöffnet werden. Können Hacker wirklich das Land lahmlegen? Wenn kein Umdenken einsetzt: möglicherweise ja, vielleicht in Teilen. Wer nicht hören will, wird fühlen.

    Sabotage über das Internet: Können Hacker das Land lahmlegen?Landesbetrieb Daten und Information: Einbrecher unschädlich machenChronologie eines Jahres: Böse Hacks bald im WochentaktHackerangriffe häufen sich - EU will gegensteuern LDI: Landesbetrieb für Daten und Information
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