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    BerlinGut vernetzt: In Steinbrücks Freundeskreis spielt das Parteibuch keine Rolle

    Vernetzt zu sein, ist ein wichtiger Bestandteil der Politik – Peer Steinbrück hat über die Parteigrenzen hinaus gute Verbindungen. Zu den politischen Weggefährten, mit denen er sich gut versteht, gehört einer, der aus der SPD ausgetreten ist, einer, der nie wirklich mit der SPD warm wurde, und zwei frühere CDU-Politiker.

    Wolfgang Clement, Ex-NRW-Ministerpräsident und Ex-Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, trat 2008 nach einem heftigen Streit über die seiner Ansicht nach fehlende Abgrenzung zur Linkspartei aus der Partei aus. Heute wirbt Clement offen für die FDP.

     

    Auch Otto Schily, kratzbürstiger Ex-Innenminister und in der SPD mehr geduldet denn geliebt, gehört zu Steinbrücks Weggefährten. Gelegentlich spielen beide Schach. Zum CDU-Finanzexperten Friedrich Merz hält Steinbrück einen guten Draht. Der Hamburger Ökonom schätzt den Sachverstand des Sauerländer Juristen. Auch auf Roland Koch, Chef des Baukonzerns Bilfinger und früher als CDU-Regierungschef in Hessen Feindbild der SPD, lässt Steinbrück wenig kommen.

     

    Das Parteibuch spielt in Steinbrücks Freundes- und Beraterkreis keine Rolle. Der 65-Jährige mag die ritualisierten Parteikämpfe, das Bewegen im selben Milieu aber nicht. Es unterfordere ihn intellektuell, sich nur mit „Genossen auszutauschen“, hat ein Vertrauter mal gesagt. In der Politik versteht sich Steinbrück auch deshalb mit denen besonders gut, die wie er pragmatisch und unideologisch arbeiten.

     

    Sein früherer Staatssekretär Axel Nawrath gehört dazu. Ein kluger, ironiefreudiger Mann, der im Vorstand der Staatsbank KfW arbeitet. Auch mit den anderen früheren Staatssekretären im Finanzministerium, Jörg Asmussen (heute EZB) und Barbara Hendricks (heute SPD-Schatzmeisterin), sowie dem amtierenden Haushalts-Staatssekretär Werner Gatzer versteht sich Steinbrück gut. In der SPD kann sich der Kanzlerkandidat auf das konservative Lager verlassen, mit den Linken fremdelt er.

    Von unserem Berliner Korrespondenten Michael Bröcker

     

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