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    WaldbreitbachWandertipp: Stätten der Stille und Frömmigkeit

    Vom Wirken der seliggesprochenen Ordensgründerin Mutter Rosa erfährt der Wiedweg-Wanderer auf seiner Route von Waldbreitbach nach Datzeroth. Die Wanderung begeistert bei gutem Winterwetter mit herrlicher Aussicht bis ins Siebengebirge hinein.

    Die Klostergebäude der Franziskanerinnen und die Einrichtungen des Marienhaus-Klinikums ziehen sich weit am Hang oberhalb der Wied entlang.
    Die Klostergebäude der Franziskanerinnen und die Einrichtungen des Marienhaus-Klinikums ziehen sich weit am Hang oberhalb der Wied entlang.
    Foto: ideemedia

    Wir starten in der Ortsmitte und laufen die Deutschherrenstraße hinauf. An der Einmündung der Mutter-Rosa-Straße treffen wir auf drei Weiher, die bereits Ende des 13. Jahrhunderts vom Deutschherren-Orden angelegt wurden. Die Fische dienten den Mönchen während der Fastenzeit als willkommene Abwechslung auf der Speisekarte. Wir marschieren rechts am Weiher auf einem Waldweg bergan – dicke Buchen tragen die Naturdenkmal-Plakette.

    Auf einem schmalen Pfad gewinnen wir weiter an Höhe. Kurz darauf treffen wir auf den oberen Panoramaweg. Auf einem Naturpfad nähern wir uns parallel zum Hang langsam dem Klosterareal der Franziskanerinnen von Waldbreitbach. Die Wurzeln knorriger Baumriesen haben sich über den Pfad gelegt, da heißt es: aufpassen. Noch ein paar Stufen und ein kurzer Anstieg links im Hang, dann stehen wir vor einem kleinen Tor. Der weiträumige Klosterkomplex ist erreicht. Ausblick mit fünf Sternen Der Ausblick von der bewirtschafteten Klosterterrasse ist uns fünf Sterne wert: Direkt gegenüber im Tal in Hausen liegen das Kloster St. Josefshaus und die Kliniken der Franziskanerbrüder.

    In der Ferne ist der Malberg mit Skihütte und Piste zu erkennen. In der Marienhauskirche befindet sich auch das Grab der Ordensgründerin Margarethe Flesch, der späteren Mutter Rosa, die 2008 seliggesprochen wurde. Der Wiedweg führt in einem kleinen Schlenker unterhalb der sehenswerten Kirche vorbei. Nach 300 Metern biegen wir, dem weißen „W“ folgend, scharf rechts ab auf einen geteerten Wirtschaftsweg, der uns zwischen Weiden hindurchführt. Rechter Hand ist eine herrliche Aussicht auf die beiden Klöster und die sanften Hänge des Wiedtales. Von einem Rastplatz in 246 Meter Höhe erkennen wir den Bergfried der Neuerburg.

    Über einen Baumlehrpfad ziehen wir auf schmalem Pfad in Serpentinen abwärts. Schließlich erreichen wir am Friedhof die Laurentiuskapelle, früher einmal die Kirche des Ortes. Am Freizeitgelände folgen wir links dem Wiedweg-Logo am Fluss entlang und durch Wiesen. Links liegt jenseits der Wied das Gewerbegebiet von Niederbreitbach. Nachdem wir das letzte Stück kräftig an Höhe gewonnen haben, mündet unser Pfad an einer Bank mit schöner Aussicht auf einen Wanderweg. Der bringt uns wieder hinab zur L 255 und einer Wiedbrücke. Ab dem Sport- und Freizeitgelände sind der Wiedweg und der Pilgerweg (schwarze Kirchensilhouette auf weißem Grund) vereint.

    Beide Strecken führen uns erst links der Wied durch die Wiesenaue und dann auf befestigter Trasse in den Hang. Hinab zur Wied sind auf der anderen Seite die Häuser des Campingplatzes Bürder Loch zu sehen – ein schönes Stück Natur in dieser Flussschleife. Viele entwurzelte Bäume Eine Fußgängerbrücke spannt sich am Fuß des Hanges über die Wied – die Verbindung zur kleinen Gaststätte und zur Bürder Kapelle. Über einen Pfad geht es hinauf zur Kuppe. Auf dem Höhenrücken wird der Weg wieder breiter, von links gesellt sich noch ein zweiter hinzu.

    Auf der den Stürmen ausgesetzten Höhe hatten die Waldarbeiter viele entwurzelte Bäume aufzuarbeiten. Bis zur Bank am Aussichtspunkt über die Bürder Wiedschleife gehen wir auf einem kleinen Fußpfad entlang. Unser Ziel Datzeroth ist in greifbare Nähe gerückt. Vom Rastplatz aus laufen wir einen breiten Forstweg hinab und erkennen erneut die Wied und einen weiteren Campingplatz. Nach knapp 500 Metern wartet ein letztes Stück Asphalt auf die Wanderer. Es gehört zur Wieduferstraße, die Datzeroth mit dem Campingplatz verbindet.

    Dann stehen wir an unserem Ziel in der Dorfstraße an der Wiedbrücke.

    Buchtipp: „Wanderparadies Westerwald. Druidensteig, Wiedweg, Klosterweg.“ , 1,95 Euro,

    Ideemedia Verlag,

    www.ideemediashop.de

    Wandertipp: Durch das Wiedbachtal hinauf auf stürmische Höhen
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