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    Bad LaaspheWandertipp: Mythen- und Sagenweg bei Bad Laasphe im Siegerland

    Rechts und links des Rothaarsteigs werden einige markante Wege unter dem Titel „WanderHöhepunkt“ ausgezeichnet. Die Strecke bei Bad Laasphe bringt uns mit den Mythen und Sagen der Region Siegerland- Wittgenstein auf Tuchfühlung. Entlang des Weges werden auf vielfältig gestalteten Tafeln schaurig-schöne Geschichten erzählt, die die Fantasie anregen.

    Am Parkplatz in der Gartenstraße beginnen wir die Rundtour auf dem Mythen- und Sagenweg. Die ersten Meter legen wir ohne Markierung zurück: vom Parkplatz zur Wallstraße und durchs Bonemilchgässchen zur evangelischen Kirche. Wir schwenken links auf die Königstraße zur ersten Tafel des Mythen- und Sagenwegs.

    An der Teufelskanzel trifft der Wanderer ausschließlich auf schöne Natur und nicht auf teuflische Gesellen. Für die Mystik sorgen die Geschichten auf den Tafeln entlang des Mythen- und Sagenwegs.
    An der Teufelskanzel trifft der Wanderer ausschließlich auf schöne Natur und nicht auf teuflische Gesellen. Für die Mystik sorgen die Geschichten auf den Tafeln entlang des Mythen- und Sagenwegs.
    Foto: Ideemedia

    Schloss thront über dem Tal

    Nun beginnt auch die Markierung mit dem „WanderHöhepunkt“- Logo. Eine Brücke führt über die Laasphe und weiter über die Bergstraße. An einer Bank biegen wir dann auf einen sehr engen, mit Treppenstufen ergänzten Pfad ab, der uns steil hinauf zur Sebastian- Kneipp-Straße bringt. Jetzt geht es in den Wald, und wir passieren die Berghütte zur Teufelskanzel, ein uriges Restaurant mit Biergarten und Minigolfanlage, das an Wochenenden geöffnet hat.

    An der folgenden Weggabelung halten wir uns links. Nach einem Kilometer begeistert uns der tolle Ausblick zum über dem Tal thronenden Schloss. Zugleich stehen wir hier auch an der zweiten Tafel, die über den Laaspher Sagenborn berichtet. Wir gewinnen weiter an Höhe. Am Wegweiser „Weibersberg“ beginnt der eigentliche Rundweg. Hier werden wir nach weiteren neun Kilometern wieder eintreffen. Da wir uns die Teufelskanzel für den Abschluss aufheben wollen, wenden wir uns zunächst nach links und wandern stetig bergan.

    Die dritte Tafel berichtet vom „Wilden Jäger im Butzebach“. Kurz nach Tafel vier, die sich mit „Todesahnungen“ beschäftigt, öffnet sich die Waldkulisse und entlässt uns in ein großes Windbruchareal, das mittlerweile von Jungbäumen besiedelt wird. Einfach grandios ist aber die herrliche Fernsicht, die besonders bei klarem Wetter ihresgleichen sucht.

    Nach kurzem An- und Abstieg treffen wir am Wegweiser „Neesbachtal“ ein. Eine Bank steht zur Pause bereit, und die fünfte Tafel berichtet über den „Zug der Wildtiere zum heiligen Wasser“. Für uns wird es jetzt richtig anstrengend, denn der Weg erklimmt steil die Flanke des Neuntel und bringt uns weiter in Richtung Hainrot. Am Ende einer Wiese lädt am Wegweiser „Dreisbachseiten“ ein Rastplatz zum Verweilen unter Kastanienbäumen ein. Erholt setzen wir die Tour rechts auf einem Schotterweg fort.

    Bald stehen wir an Tafel sechs, die sich damit beschäftigt, ob Bonifatius einst tatsächlich in Puderbach weilte oder nicht. Wir wandern durch einen grandiosen Buchenwald, dessen Äste sich fast wie die Bögen einer Kathedrale über unseren Köpfen wölben. Am Wegweiser „Litzelbach“ merken wir sofort: Jetzt ist wieder Kondition gefragt. Denn der Weg führt stramm bergauf zum Neuntel. Zuvor studieren wir in Ruhe die Tafel sieben zum Thema „Galgenspuk“.

    Am Wegweiser „Neuntel Ost“ wenden wir uns nach rechts, um dann links auf einen deutlich flacher verlaufenden Forstweg zu wechseln. Am Wegweiser „Butzeberg“ endet dieser Aufstieg.

    Zurück zum „Weibersprung“

    Bald öffnet sich vor uns ein weites Windbruchareal und ermöglicht weite Blicke in die Umgebung. Am Waldrand unterhalb des Krautkopfs biegt der Weg rechts ab. In einer Kurve steht die achte Tafel und berichtet über „Teufelslücken“. Noch interessanter sind aber die Felsen der Teufelskanzel, die sich etwas unterhalb schroff mitten im Wald erheben.

    Froh, keine teuflischen Gesellen getroffen zu haben, folgen wir dem Weg weiter bergab. Nach strammem Abstieg stehen in einer Kurve einige Bänke zur Pause bereit. Wenig später treffen wir am Wegweiser „Weibersprung“ ein, wo sich die Runde schließt.

    Buchtipp: Ulrike Poller, Wolfgang Todt: „Wander- Höhepunkte links und rechts des Rothaarsteigs“, ideemedia Verlag, 11,95 Euro, www.ideemediashop.de

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