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    Bad KreuznachUngewohnt gefühlvolle Töne im Irish Pub

    Eigentlich ist die Zeit der Liedermacher lange vorbei. In den 60er- und 70er-Jahren schrieben und sangen junge Menschen Lieder gegen das Establishment, in den 80ern setzten sie gegen die Stationierung von Atomraketen Zeichen, um in den 90er-Jahren von der Bühne zu verschwinden. Für junge Leute von heute sind Liedermacher Geschichte. Umso erstaunlicher, wenn eine Frau eigene Lieder komponiert, singt und interpretiert und damit ihre Berufung gefunden hat.

    Die Songwriterin Ann-Christine beeindruckte mit ausdrucksstarken Liedern im gut besuchten Kreuznacher Irish Pub. 
Foto: Kai Sieben
    Die Songwriterin Ann-Christine beeindruckte mit ausdrucksstarken Liedern im gut besuchten Kreuznacher Irish Pub.
    Foto: Kai Sieben

    Bad Kreuznach - Die Liedermacherin und Sängerin Ann-Christine gastierte am Freitag im Kreuznacher Irish Pub. Eigentlich ist die Zeit der Liedermacher lange vorbei. In den 60er- und 70er-Jahren schrieben und sangen junge Menschen Lieder gegen das Establishment, in den 80ern setzten sie gegen die Stationierung von Atomraketen Zeichen, um in den 90er-Jahren von der Bühne zu verschwinden. Für junge Leute von heute sind Liedermacher Geschichte. Umso erstaunlicher, wenn eine Frau eigene Lieder komponiert, singt und interpretiert und damit ihre Berufung gefunden hat.

    "Für mich ist Musik das Mittel der Wahl, um Gefühle auszudrücken", erklärt Ann-Christine. Mit dem Irish Pub und seinem konservativ-kritischen Publikum hat sie sich ein nicht so ganz einfaches Pflaster ausgesucht. Gefühle haben wenig Platz im Pub - so schien es zumindest. Doch Ann-Christine zog ihren Stil durch, und mit der Zeit hörten immer mehr Leute der zierlichen Frau auf der Bühne zu. Mit eigenen Liedern wie "Wir" und "Nach Haus" beeindruckte sie auch die härtesten Hard- und Punkrockfans im Pub.

    "Ich könnte lachen, ich könnte weinen…" - bei solchen Texten besteht die Gefahr, dass die 25-Jährige kitschig rüberkommen. Aber Ann-Christine versteht es, ihre gefühlvollen Texte ohne falsches Pathos zu singen, sodass man merkt: Diese Frau mit der ausdrucksvollen, aber dennoch fast zärtlichen Stimme ist authentisch.

    So beschreibt sie in "Sommernachtstraum" das Treffen zweier Menschen, die wissen, dass sie irgendwann getrennte Wege gehen werden, die aber immer wieder auf ihren "Sommernachtstraum" zurückschauen können. In dem Song "Zähl bis drei" wird die Trennung zweier Menschen thematisiert, die aber nicht für immer sein wird, denn "es ist die Sehnsucht, die einen über Wasser hält". Schöner kann man es nicht ausdrücken.

    Von unserem Mitarbeiter Kai Sieben

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