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    MayenMayen: Festival der Magie verzaubert die Genovevaburg

    Einen kulturellen Kontrapunkt zum in den 90er-Jahren über den Großen Teich geschwappten konsumdominierten Halloween-Klamauk: Den hat die Stadt Mayen am vergangenen Wochenende wieder einmal mit ihrem Festival der Magie gesetzt.

    Auch im Inneren der Genovevaburg hatten sich Hexen, Magier und  finstere Geister breitgemacht: In schaurig, rotem Schummerlicht ging es  hier gruselig zu.
    Auch im Inneren der Genovevaburg hatten sich Hexen, Magier und finstere Geister breitgemacht: In schaurig, rotem Schummerlicht ging es hier gruselig zu.
    Foto: Annette Hoppen

    Mayen. Einen kulturellen Kontrapunkt zum in den 90er-Jahren über den Großen Teich geschwappten konsumdominierten Halloween-Klamauk: Den hat die Stadt Mayen am vergangenen Wochenende wieder einmal mit ihrem Festival der Magie gesetzt.

    Jede Menge ausgehöhlte, illuminierte und Fratzen schneidende Kürbisse, Wahrzeichen des angelsächsischen Grusel-Festes, fehlten zwar auch beim schaurig-schönen Magier- und Hexenzauber rund um den Goloturm nicht. Und der Gruselfaktor wurde mit rotem „Schummer“-Licht in den Räumen der Genovevaburg bewusst inszeniert. „Aber das Fest hat nicht so einen kommerziellen Charakter, und besonders für Kinder wird hier viel Spannendes und auch Lehrreiches geboten“, meinte etwa Katja Geltz, die mit Ehemann Christian und den Zwillingen Oskar und Louisa (5) am Sonntag extra von Urbar nach Mayen gekommen war. Lehrreich: Das war zum Beispiel die Ausstellung der Buchhandlung Reuffel, die Oskar und seine Schwester besonders begeisterte. Und zwar dann, als die beiden feststellten, dass sich ein Kinder-Schmöker über Ritter und das Mittelalter beim Aufklappen zu einer richtigen Burganlage entfalten kann.

    Timon (6) und Levin (3), mit ihren Eltern Michaele und Stephan Lukas unterwegs, faszinierte dagegen vor allem das Bogenschießen im Burghof. Von fünf Schuss traf Timon immerhin dreimal die Zielscheibe. „Ein Volltreffer“, so stellte Stephan Lukas fest „ist aber das ganze Festival. Wirklich: Das ist alles sehr gut inszeniert hier und für unsere Jungs ein toller Abenteuertag.“

    Teilgenommen an diesem Abenteuer, das haben auch Lisa-Maria- Klein-Schäfer aus Rieden und Aline Schmitz aus Mündersbach – und zwar stilvollendet. Als Hexen verkleidet, machten sie sich auf zum Festival. „Das Fest hier ist besser als jede Halloween-Party“, lobten die beiden Mädchen hellauf begeistert vom magischen Ambiente der Burganlagen und einer großen Feuershow, bei der in mittelalterlichen Gewändern auftretende Künstler ein tänzelndes Flammenmeer im Burghof entfachten.

    Mehr als zufrieden zeigte sich am Montagmorgen die Mayener Verkehrsamtsleiterin Claudia Schick mit den beiden Festivaltagen: „Wir hatten rund 7800 Besucher, also noch einmal mehr als im vergangenen Jahr. Vereinzelt waren sogar Gäste aus Stuttgart angereist.“ Nun hofft Schick, dass es 2011 eine siebte Auflage des Stadtfestes geben wird. „Die Veranstaltung ist für uns ein Zuschussgeschäft. Deswegen hängt die Fortführung klar an den Finanzen.“

    Annette Hoppen

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