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    UnkelKünstler setzen die Zahl 20 vielfältig in Szene

    Kaum jemand hätte vor 20 Jahren gedacht, dass die erste Ausstellung "Unkeler kreativ", wie die jährliche Präsentation von Unkeler Freizeitkünstlern betitelt ist, ein so erfolgreicher Dauerbrenner wird.

    Klaus Dodemont interpretiert das Motto der Unkeler-kreativ-Ausstellung "20" im Stil der 20er-Jahre.
    Klaus Dodemont interpretiert das Motto der Unkeler-kreativ-Ausstellung "20" im Stil der 20er-Jahre.
    Foto: Sabine Nitsch

    Unkel - Kaum jemand hätte vor 20 Jahren gedacht, dass die erste Ausstellung "Unkeler kreativ", wie die jährliche Präsentation von Unkeler Freizeitkünstlern betitelt ist, ein so erfolgreicher Dauerbrenner wird.

    Und das alles, weil Angelina Zimmermann einen Klöppelkurs besuchte, wie Dani Niemeyer, die Organisatorin der Ausstellung, bei der Eröffnung von "Unkeler kreativ 2011" im Ratssaal der Verbandsgemeinde verriet.

    Die Ehefrau von Bürgermeister Werner Zimmermann und ihr Mann beschlossen, dass auch Freizeitkünstler eine Plattform haben müssten, um ihre Arbeiten der Öffentlichkeit zu präsentieren. "In Hugo und Waltraud Fischkandl, Hildegard Neunkirchen und Franz Weiler fanden sie schnell weitere Künstler, die sich von der Idee anstecken ließen", blickte Niemeyer zurück.

    Zwei Jahrzehnte später, in denen der verstorbene Ewald Thelen mal die Schau organisierte, ist "Unkeler kreativ" nicht nur zur Institution geworden, die Ausstellung gewinnt immer mehr an Qualität, und auch Künstler aus der Region stellen aus. Die Besucher werden immer wieder von hochkarätigen Arbeiten überrascht. So war die Ausstellung gut besucht. 45 Kunst- und Kunsthandwerk-Schaffende sind bei der Jubiläumsausstellung zu sehen, die unter dem Motto "20" steht.

    "Ich habe die Teilnehmer schon zum Teil im vergangenen Jahr aufgefordert, sich rund um das Motto Gedanken zu machen", erläuterte Niemeyer. Viele haben das intensiv getan wie zum Beispiel Klaus Dodemont, der in der Art von Heinrich Campendonk die 20er-Jahre in seinem Bild in Szene gesetzt hat. "Das Motto hat mich inspiriert: 20 Jahre, 20er-Jahre, 20 Reichsmark", sagte er. Patricia Herrig hingegen hat das Motto "weit interpretiert". "Der heilige Reggie", eine überaus farbintensive Darstellung des US-Football-Spielers Reginald Bush, kommt mit der Trikot-Nummer "25" daher. "Es bewegt sich immerhin im Bereich der 20", sagte die Malerin aus Bad Honnef schmunzelnd, die Grafik und Kommunikationsdesign studierte. Doris Buchbender, die mit Glückwunschkarten vertreten ist, hat auch Kunstbänder dabei, die sich mit der Zahl 20 beschäftigen.

    "Beatrice Just hat es ganz anders gelöst", sagte Niemeyer begeistert. In einer Art Triptychon hat sie eine Reihe von 20 Häusern gemalt. Waltraud Straub-Fischkandl arbeitet mit Stoffen in Quilttechnik: Stoffquadrat an Stoffquadrat, mit und ohne Knöpfe - auf einem Bild 20 Stück, unterschiedlich gestaltet.

    Der katholische Kindergarten St. Pantaleon aus Scheuren hat sich dem Ausstellungsmotto in Papier genähert. Inspiriert von dem Lied "Hut ab", haben die Kinder unterschiedliche, knallbunte Hüte gebastelt und das Lied zur Eröffnung tänzerisch mit Hut in Szene gesetzt. Der städtische Kindergarten führte ebenfalls einen Tanz auf. "Die Vielzahl der vorgestellten künstlerischen Arbeiten zeigt wieder einmal das große Engagement, den Fleiß und die kreative Spontaneität von Jung und Alt in unserer Verbandsgemeinde", sagte Stadtbürgermeister Gerhard Hausen bei der Eröffnung. Neben Malerei mit Öl, Acryl oder Aquarell zeigten die Feierabendkünstler auch Tuschezeichnungen, Fotografien und Arbeiten aus Holz, Papier, Wolle, Seide oder auch Fell. Mit ihren beeindruckenden, ausdrucksstarken Tonfiguren war auch Hildegard Neunkirchen aus Scheuren wieder vertreten, und Romy Grundgeiger und Monika Dodemont boten Schmuck an.

    Auch die Ausstellungsbesucher sind in dieser Woche aufgefordert, sich an der Entstehung eines Kunstwerks zu beteiligen. Auf einer großen Leinwand, die das Unkeler Stadtwappen ziert, sollen sie farbig unterschreiben. Unkels Stadtbürgermeister war der Erste der zum Stift griff. "Das hoffentlich farbenfrohe Ergebnis soll am Ende der Woche an die Stadt Unkel übergeben werden", kündigte Niemeyer an.

    Z Die Ausstellung ist bis Sonntag, 23. Oktober, täglich von 11 bis 18 Uhr im Rathaus der Stadt Unkel zu sehen. Der Eintritt ist frei. Über den Verkauf von kleinen handgefertigten Kunstgegenständen finanziert sich die Ausstellung selbst und übereicht jedes Jahr den beiden Unkeler Kindergärten jeweils eine Spende für die Nachwuchskünstler.

    Von unserer Mitarbeiterin Sabine Nitsch

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