Kaiserslautern (dpa/lrs) – Zwei rund 300 Millionen Jahre alte Fossilien aus der Westpfalz könnten der Wissenschaft bislang unbekannte Ursaurier bescheren. Die vollständig erhaltenen Skelette vom Remigiusberg bei Kusel werden am Dienstag (13.00 Uhr) in einer Groß-CT-Anlage der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau untersucht. Die Aufnahmen sollen klären, ob es sich um neue Arten oder sogar neue Gattungen handelt.
Der Remigiusberg gilt als Fossillagerstätte von Weltrang. Von dort stammen einige der ältesten in Deutschland entdeckten Saurier. Die jetzt untersuchten Tiere gehören nach bisherigen Erkenntnissen zur Gruppe der reptilienähnlichen Wirbeltiere Diadectomorphen, auch Querbeißartige genannt.
Paläontologe will die Fossilien wissenschaftlich beschreiben
Entscheidende anatomische Merkmale, insbesondere an den Backenzähnen, sind im Gestein verborgen. Eine Freilegung wäre nicht zerstörungsfrei möglich. Die Groß-CT soll verborgene Strukturen sichtbar machen. Die Anlage wird meist zur Untersuchung belasteter Bauteile aus Beton, Stahl oder Holz eingesetzt.
Sollten sich die Vermutungen bestätigen, könnte die Untersuchung den bislang ältesten bekannten Vertreter der pflanzenfressenden Diadectomorphen nachweisen. Der Paläontologe Sebastian Voigt vom Urweltmuseum Geoskop will die Fossilien wissenschaftlich beschreiben und benennen.
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