Archivierter Artikel vom 19.12.2017, 19:18 Uhr
Rheinland-Pfalz

Neuer Beauftragter: Dreyer will den Antisemitismus bekämpfen

Jüdisches Leben stärken: Rheinland-Pfalz setzt einen Beauftragten für Antisemitismus ein, um dem immer stärker aufkeimenden Judenhass entschlossen entgegenzutreten. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) kündigte an, den scheidenden Bürgerbeauftragten Dieter Burgard im nächsten Jahr für die ehrenamtliche Aufgabe zu berufen. „Es soll ein ganz klares Signal sein in dieser sehr aufgeheizten Situation“, sagte die Regierungschefin in Mainz.

Von Dietmar Brück/DPA

„Neben dem Antisemitismus von rechts und der Verunsicherung durch den Rechtspopulismus erleben wir auch einen Antisemitismus unter Muslimen, aktuell besonders unter dem Aspekt von Flucht und Migration.“ Burgard soll Ansprechpartner für jüdische Rheinland-Pfälzer sein und Aktionen zur Bekämpfung von Antisemitismus koordinieren. Ende April geht er als Bürgerbeauftragter und wird von Landtagsvizepräsidentin Barbara Schleicher-Rothmund (SPD) abgelöst. Burgard leitet seit 2001 die Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit. Rheinland-Pfalz hat eine große jüdische Tradition. Mainz, Speyer und Worms gelten als Wiegen jüdischer Gelehrsamkeit.

dpa/db