Archivierter Artikel vom 06.01.2018, 10:55 Uhr

Großes Restrisiko: Experten wollen Hochwasserschutz ausbauen

Die Hochwasservorsorge am Rhein soll deutlich ausgebaut werden, um die Anwohner besser zu schützen und die wirtschaftlichen Risiken zu senken.

In Neuendorf hat die Feuerwehr vor einer Woche den zweiten Teil der Hochwasserschutzwand aufgebaut. Nun laufen die Arbeiten für den Rückbau an.
In Neuendorf hat die Feuerwehr vor einer Woche den zweiten Teil der Hochwasserschutzwand aufgebaut. Nun laufen die Arbeiten für den Rückbau an.
Foto: Sascha Ditscher

Mit einer verbesserten Evakuierung und ausgebautem Hochwasserschutz werde das Risiko für die Menschen bis 2030 um bis zu 80 Prozent reduziert, sagte die Geschäftsführerin der in Koblenz angesiedelten Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR), Anne Schulte-Wülwer-Leidig, der Deutschen Presse-Agentur. Bei den wirtschaftlichen Schäden durch Rhein-Hochwasser halten die Experten eine weitere Reduzierung um 20 bis 40 Prozent im kommenden Jahrzehnt für möglich.

Seit dem jüngsten großen Rhein-Hochwasser 1995 haben die Staaten im Einzugsgebiet des Rheins bis zum Jahr 2015 nach Angaben der Expertin mehr als 10 Milliarden Euro in die Hochwasservorsorge und den Hochwasserschutz am Rhein investiert. Am Rhein seien bislang Rückhalteräume und Deichrückverlegungen für bis zu 251 Millionen Kubikmeter Wasser entstanden. Ein weiterer Ausbau auf bis zu 350 Millionen Kubikmeter bis 2020 beziehungsweise 535 Millionen Kubikmeter bis 2030 sei geplant. Ziel sei es, mehr Raum für den Fluss zu gewinnen.

dpa