Archivierter Artikel vom 09.01.2012, 08:19 Uhr
Köln/Rheinland-Pfalz

Bäcker-Prozess: Wallraff entschärft einige Vorwürfe

Im Streit mit einem Brotfabrikanten aus dem Hunsrück schloss Enthüllungsautor Günter Wallraff einen Vergleich.

Köln/Rheinland-Pfalz. In seinem Streit mit einem Brotfabrikanten aus dem Hunsrück muss Enthüllungsautor Günter Wallraff einige Vorwürfe entschärfen.

Darauf verständigten sich beide Seiten vor dem Kölner Landgericht (AZ: 28 O 999/11). Wallraff hatte 2008 Missstände in der Brotfabrik aufgedeckt und dem Unternehmer ein Verfahren eingebrockt, das bereits mehrfach verschoben wurde.

  • Er darf künftig nicht mehr behaupten, der Brotfabrikant entziehe sich einer Verurteilung. Das Gericht stellte fest, dass die Aussage vorverurteilend sei.
  • Weiter darf Wallraff nicht mehr behaupten, dass alle Mitarbeiter in der Fabrik Verbrennungen hatten, sondern lediglich „fast“ alle.
  • Auch kann er nicht mehr sagen, dass keine Reparaturen in der Firma durchgeführt wurden – wohl aber, dass die durchgeführten Reparaturen „Murks“ gewesen seien.