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    Verkehrte Welt vor dem Derby Rheinböllen gegen Emmelshausen

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    Nico Hohl sieht Rot: Schiedsrichter Bernd Augustin stellte den Rheinböllener beim Derby in Mörschbach vom Platz, weil er Marc Leininger umgerissen haben soll. Hohl ist auf jeden Fall gegen Emmelshausen gesperrt. Sein Trainer Peter Ritter fand Hohls Aktion "unclever", sagte aber auch: "Da war nicht mehr Krafteinsatz wie bei Podolskis Roter Karte gegen Hertha. Ich weiß nicht, ob sich Marc Leininger da so fallen lassen muss."
Foto: B&P Schmitt
    Nico Hohl sieht Rot: Schiedsrichter Bernd Augustin stellte den Rheinböllener beim Derby in Mörschbach vom Platz, weil er Marc Leininger umgerissen haben soll. Hohl ist auf jeden Fall gegen Emmelshausen gesperrt. Sein Trainer Peter Ritter fand Hohls Aktion "unclever", sagte aber auch: "Da war nicht mehr Krafteinsatz wie bei Podolskis Roter Karte gegen Hertha. Ich weiß nicht, ob sich Marc Leininger da so fallen lassen muss."
    Foto: B&P Schmitt

    Rückblende: Vor 13 Monaten teilte Emmelshausen Peter Ritter mit, dass sein drittes Jahr beim TSV auch sein letztes als Trainer ist. Erneut hinkte Emmelshausen im Kampf um den Titel hinterher, Unzufriedenheit machte sich bei den TSV-Chefs breit. Ritter war damals Vierter mit 44 Punkten aus 19 Spielen, hatte nur gegen den späteren Meister Rot-Weiß Koblenz verloren. Trotzdem wurde er am Saisonende vor die Tür gesetzt. Das nagt immer noch an Ritter. Sein Nachfolger Marco Pfeffer hat bisher 39 Punkte aus 19 Spielen geholt - fünf Zähler weniger als Ritter vor einem Jahr. Trotzdem gewann man beim TSV den Eindruck, dass alles prima läuft. Doch der Schein trügt spätestens nach dem 0:3 gegen Oberwinter, der vierten Saisonniederlage. "Der TSV wird diese Statistik auch kennen", sagt Ritter zu dem Quervergleich, von später Genugtuung will er nichts wissen. Nur soviel: "Vielleicht wurde im vergangenen Jahr die Lage etwas falsch eingeschätzt." Die Lage beim TSV in diesen Tagen kann man gut einschätzen. Ein katastrophales 0:3 gegen Oberwinter, der Absturz auf Rang drei - und dazu der Abgang des größten Talents Tobias Rauch zum FC Karbach. Peter Ritter bringt es auf den Punkt: "Natürlich ist beim TSV Alarm."

    Und ausgerechnet jetzt muss Emmelshausen nach Rheinböllen. Zum Tabellenvorletzten, zu Ritters neuem Klub, der sich durch das 3:1 in Mörschbach neues Leben einhauchte. "Die Spieler sind bereit, um ihre Existenz in der Bezirksliga zu kämpfen", sagt Ritter. Angestachelt vom Rheinböllener Publikum war dieser Wille in Mörschbach förmlich zu spüren. "Der Funke muss jetzt wieder überspringen, unser Publikum ist emotional, das brauchen wir auch", sagt Ritter, der bis auf den gesperrten Nico Hohl auf alle Mann bauen kann - also auch auf die in Mörschbach verletzt ausgewechselten Philipp Steigerwald (nur Daumen verstaucht) und Christopher Rott (keine Gehirnerschütterung).

    Dass Hohl fehlt, bereitet Ritter Kopfzerbrechen über die Besetzung der rechten Außenbahn, zumal über diese Seite Emmelshausens Flügelflitzer Marcel Christ kommt. Der Hauptabnehmer der Flankenläufe von Christ fällt vermutlich aus: TSV-Stürmer Yannick Bach hat Rückenprobleme, war die ganze Woche krankgeschrieben. Auch der Einsatz der Innenverteidigung um Andreas Retzmann und Nils Bast ist noch nicht ganz sicher. Retzmann laboriert an den Auswirkungen einer Grippe, Bast schmerzen die Adduktoren. "Wir haben momentan genug Probleme", sagt Trainer Marco Pfeffer, der bemerkenswerte Sätze hinzufügt: "In der Winterpause hieß es noch, dass wir uns nur selbst schlagen können. Und das tun wir derzeit auch." Ob auf dem Platz wie gegen Oberwinter (Pfeffer: "Ein Debakel") oder außerhalb wie beim Getöse um den Rauch-Abgang. Eine Niederlage in Rheinböllen würde der schwarzen Emmelshausener Woche die Krone aufsetzen - und zugleich wohl das vorläufige Aus im Titelkampf bedeuten, da Oberwinter auf sechs Punkte davonziehen könnte.

    Oder gibt es am Sonntag den Emmelshausener Befreiungsschlag? "Das war in den vergangenen Tagen nicht der TSV, wie man ihn kennt", urteilt Pfeffer - und stachelt seine Mannschaft an: "Die Spieler müssen sich in Rheinböllen zerreißen und zeigen, dass wir noch leben." bon

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