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    TSV Schott: Schachspieler pflegen dieTradition

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    Souverän am zweiten Brett: Matthias Dann ging bestens vorbereitet in die Partie gegen den höher gehandelten Oleg Spirin und gewann auch sein zweites Saisonspiel.
Foto: Bernd Eßling
    Souverän am zweiten Brett: Matthias Dann ging bestens vorbereitet in die Partie gegen den höher gehandelten Oleg Spirin und gewann auch sein zweites Saisonspiel.
    Foto: Bernd Eßling

    "Traditionell", sagt der Manager des Schach-Zweitligisten TSV Schott Mainz, "spielen wir gegen den SC Untergrombach immer 4:4."

    Am zweiten Spieltag der neuen Saison betätigten sich seine Akteure als Brauchtumspfleger. Zwar hatten sie an einigen Brettern die Chance, den halben Punkt mehr zu holen, der ihnen den Heimsieg beschert hätte, letztlich endete aber auch dieses Duell mit einem Unentschieden. "Vor dem ersten Zug hätte ich das Angebot auf eine Punkteteilung sofort unterschrieben", sagte Siebenhaar. "Hinterher ist es zwar immer noch okay, aber wir hätten eigentlich gewinnen können."

    Zu jenen Mainzern, die sich über verschenkte Punkte ärgerten, gehörte Jakob Balcerak. Gegen den kroatischen Großmeister Davor Rogic hatte er am ersten Brett einen merklichen Vorteil, "hat dann aber in Zeitnot die Partie einzügig eingestellt", berichtete Siebenhaar. "Von besser auf um in einem Zug. Schade."

    Auch Nachwuchsspieler Christoph Schild, neben Spielertrainer Zigurds Lanka der einzige Schott-Mann mit höherer Elo-Zahl als sein Konkurrent, hätte punkten können. "Er stand nicht schlecht, ein Remis war drin", urteilte Erich Siebenhaar. "Aber dann wollte er zu viel, hat einen Bauern eingebüßt und verloren."

    Es gab allerdings auch Situationen in diesem Mannschaftskampf, die für die Gastgeber besser endeten als zu befürchten stand. Zum Beispiel am sechsten Brett, wo der Untergrombacher Hans-Joachim Vetter "besser auf die gespielte Modevariante vorbereitet schien als Michael Schenderowitsch", wie Siebenhaar sagte. Was heißt "schien"? Der frühe Verdacht des Schott-Machers bestätigte sich im Verlauf der Partie. "Aber Michael hat es am Ende noch ganz gut gemacht und mit Weiß wenigstens ein Remis gerettet."

    Souverän geriet Matthias Danns Auftritt am zweiten Brett gegen Oleg Spirin. Der Russe hatte sich für eine Variante entschieden, die er noch nie gespielt hatte - "offenbar hatte er Angst vor unserer Lanka-Vorbereitung", lobte Siebenhaar das Briefing der Schottler durch Trainer. Dann allerdings ließ sich dadurch nicht beeindrucken und gewann auch sein zweites Saisonspiel. TSV-Trainer Lanka selbst remisierte am dritten Brett, wie es dem Spielverlauf und der Stellung gegen Rolf Schlindwein angemessen war. Oliver Bewersdorff hätte gegen Heinz Fuchs mehr als einen halben Punkt einfahren können, "aber an der Stelle, an der sie sich auf Remis geeinigt haben, war das für uns schon ganz gut so", räumte Siebenhaar ein. Mit Martin Grünters Punkt am siebten Brett stand es 3½:3½. Und üblicherweise trägt in solchen Momenten Harry Gohil den entscheidenden Punkt für Schott bei. "Harry kommt normalerweise schwach aus der Eröffnung heraus, dreht dann aber das Spiel, und weil er der Letzte ist, punktet er häufig zum Mannschaftssieg." Diesmal aber stand Gohil nie schlecht - und musste sich prompt mit einem Remis begnügen.

    Peter H. Eisenhuth


    TSV Schott - SC Untergrombach 4:4

    1. Balcerak - Rogic 0:1, 2. Dann - Spirin 1:0, 3. Lanka - Schlindwein ½:½, 4. Bewersdorff - Fuchs ½:½, 5. Gohil - Kountz ½:½, 6. Schenderowitsch - Vatter ½:½, 7. Grünter - Sieglen 1:0, 8. Schild - Schneider 0:1.

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