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    Synode: Erfolg für Bosse-Huber bei Wahlen zur Kirchenleitung

    Bad Neuenahr (dpa) - Teilerfolg nach Nackenschlag: Einen Tag nach der Niederlage bei der Präses-Wahl der rheinischen Kirche hat Vizepräses Petra Bosse-Huber zumindest einen Teilerfolg errungen. Sie leitet auch in den kommenden acht Jahren im Landeskirchenamt die Bereiche Theologie und Diakonie.

    Petra Bosse-Huber, Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland nimmt am Eröffnungsgottesdienst der Jahrestagung der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland in der Martin-Luther-Kirche in Bad Neuenahr teil.
    Petra Bosse-Huber, Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland nimmt am Eröffnungsgottesdienst der Jahrestagung der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland in der Martin-Luther-Kirche in Bad Neuenahr teil.
    Foto: DPA

    Die Synode der zweitgrößten evangelischen Landeskirche Deutschlands wählte die 53-jährige Wuppertalerin am Freitag in Bad Neuenahr mit 195 von 210 Stimmen, einen Gegenkandidaten gab es nicht.

    Am Donnerstag hatte Bosse-Huber bei der Stichwahl um den Nachfolger für den scheidenden Präses Nikolaus Schneider gegen Manfred Rekowski den Kürzeren gezogen. Synoden-Teilnehmer hatten dies auf einen Vertrauensverlust nach dem Finanzskandal um ein kircheneigenes Unternehmen zurückgeführt. Neuer Leiter der Personalabteilung im Landeskirchenamt wird indes der Trierer Superintendent Christoph Pistorius. Er löst in dieser Funktion den neuen Präses Rekowski ab.

    Die Synode beschäftigte sich am vorletzten Tag ihrer Jahrestagung in Bad Neuenahr zudem mit dem Thema Organspende. Nach den Skandalen um Unregelmäßigkeiten bei Transplantationen fordert sie eine bessere Aufsicht bei der Vergabe von Spenderorganen. Notwendig sei ein „klarer und verlässlicher Kontroll- und Ordnungsrahmen“, heißt es in einem Beschluss. Die unbedingte Achtung der Menschenwürde schließe jede Instrumentalisierung und Ökonomisierung des Menschen aus. Weiter wird betont, die Organspende müsse ein freiwilliger Akt sein.

    Auf dem Programm für den Freitag hatte ursprünglich auch der Beschluss des Finanzberichts gestanden. Dieser wurde aber wegen Verzögerungen im Tagungsplan auf Samstag verschoben.

    Die Evangelische Kirche im Rheinland ist nach Hannover die zweitgrößte der 22 Landeskirchen in Deutschland. Sie vereint zwischen Niederrhein und Saar knapp 2,77 Millionen Mitglieder. Das Gebiet mit 38 Kirchenkreisen erstreckt sich über Teile der vier Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen.

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