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    Peter Jackson (48) gehört seit der "Herr der Ringe"-Trilogie zu den bekanntesten Regisseuren der Welt. Sein neuer Film "In meinem Himmel" handelt von dem 14-jährigen Mädchen Susie Salmon, das vergewaltigt wird und anschließend in den Himmel aufsteigt. Vorlage des Psychodramas ist der gleichnamige Bestsellerroman von Alice Sebold.

    Peter Jackson (48) gehört seit der "Herr der Ringe"-Trilogie zu den bekanntesten Regisseuren der Welt. Sein neuer Film "In meinem Himmel" handelt von dem 14-jährigen Mädchen Susie Salmon, das vergewaltigt wird und anschließend in den Himmel aufsteigt. Vorlage des Psychodramas ist der gleichnamige Bestsellerroman von Alice Sebold. Es sei sein bisher schwierigster Film gewesen, sagte der Oscar-Preisträger aus Neuseeland in London.

     

    Ist Ihnen das Thema des Films nicht zu grausam?

    Das interessante an dem Buch war, dass es sich um das Leben nach dem Tod dreht. Es war die bisher größte Herausforderung in meinem Leben, das Buch als Film umzusetzen. Es war sehr wichtig, dass es hier um Susies Abenteuer geht. Ich wollte nicht, dass der Film verstörend ist. Es geht hier nicht um den Mord. Wir denken, dass der Film positiv ist. Unsere Tochter ist zwölf Jahre alt, und wir haben ihn auch ihr gezeigt.

     

    Der Film handelt von Verlust. Spielten persönliche Erfahrungen eine Rolle bei der Arbeit?

    Je älter ich werde, desto mehr denke ich darüber nach. Mit der Zeit macht man selbst Erfahrungen mit Verlust, man verliert Onkel, Tanten und auch Freunde. Einer unserer Freunde ist vor kurzem gestorben. Damit wird der Verlust viel mehr ein Fakt, als in jungen Jahren. Das Buch war sehr emotional und tröstend, ja positiv. Wenn das nicht der Fall gewesen wäre, dann hätte ich so einen Film nie und nimmer gemacht.

     

    Was hat Sie dann gereizt?

    Ich mag die Mischung der verschiedenen Genres. Der Film hat Elemente eines Thrillers, ein bisschen etwas von einer Komödie und ein bisschen Fantasy. Ich mag an Filmen die Möglichkeit, in eine andere Welt zu flüchten, etwas zu erleben, das man sonst nicht erlebt.

     

    Glauben Sie denn selbst an ein Leben nach dem Tod?

    Ja, aber ich weiß nicht, was genau. Aber es muss da etwas geben nach dem Tod. Ich glaube nicht an Religion. Aber jeder sollte die Freiheit haben, an etwas zu glauben. Ich bin sicher, es gibt eine Art von Energie, die überlebt.

     

    Sie mussten den Film nach einer Probevorführung brutaler machen. Warum?

    Die Zuschauer waren damit unzufrieden, wie der Mörder umkommt. Wir haben nicht die ganze Szene geändert, sondern nur ein paar Dinge hinzugefügt. Ich will einen Film machen, der den Menschen gefällt. Und es scheint zu funktionieren. Bei einer Probeaufführung mit jüngeren Zuschauern haben am Ende alle geklatscht.

     

    Interview: Annette Reuther

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