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    MainzBasis: Balleroberung in des Gegners Hälfte

    Zwei Spiele, zwei Siege, 8:1 Tore. Rückstand zum Tabellenführer Alemannia Waldalgesheim (22 Zähler) auf zwei Punkte reduziert. Eine Spielidee verankert. Der Impuls, den sich die Verantwortlichen des Fußball-Verbandsligisten TSV Schott Mainz vom Trainerwechsel versprochen haben, ist spürbar, erkennbar und mit Zahlen dokumentierbar. Und nun kommt am Sonntag (15 Uhr) der bei acht Punkten stecken gebliebene Tabellenvorletzte TDSV Mutterstadt aufs Schott-Gelände.

    Außenstürmer Marcel Heeg (links) gegen eine vielbeinige Abwehrwand: Das dürfte auch eines der Grundmuster werden im Heimspiel des TSV Schott Mainz gegen den TDSV Mutterstadt.
    Außenstürmer Marcel Heeg (links) gegen eine vielbeinige Abwehrwand: Das dürfte auch eines der Grundmuster werden im Heimspiel des TSV Schott Mainz gegen den TDSV Mutterstadt.
    Foto: Bernd Eßling

    Christian Hock, Nachfolger des unglücklich in die Saison gestarteten Bert Balte, ist auf dem Weg mit seiner neuen Mannschaft. "Die Jungs haben die Art und Weise, wie ich mir Fußball vorstelle, schon ganz gut verinnerlicht", sagt der zweitligaerfahrene Lizenztrainer. "Die Jungs haben ein Konzept, sie wissen, was sie wo auf dem Platz zu machen haben." Diese Struktur hat die Funktion eines Navigationssystems. Das verleiht Sicherheit und Zutrauen.

    Nicht aus den Schuhen spielen

    Hocks Idee basiert nicht darauf, die Gegner in dieser Liga technisch brillant aus den Schuhen spielen zu wollen. Auch nicht den Tabellenvorletzten. Auch gegen den TDSV Mutterstadt, der nach dem jüngsten 0:6 gegen Alemannia Waldalgesheim mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem massierten, tief angelegten Defensivblock in Mainz antreten wird, setzt Hock auf die Basisprinzipien. "viele Mannschaften in dieser Liga haben Probleme im Spielaufbau, da wollen wir ansetzen", analysiert der neue Schott-Coach. Das Ziel lautet, mittels aggressivem Angriffs- und Mittelfeldpressing möglichst viele Balleroberungen schon der gegnerischen Hälfte zu erzwingen, das Spiel in die gewünschte Richtung und in die gewünschten Zonen zu lenken, mit schnellen einfachen Zügen in die Spitze zu kommen, insgesamt den Gegner weit vom eigenen Strafraum wegzuhalten. Dauerdruck in der Arbeit gegen den Ball, Dauerdruck über eine zügige offensive Umschaltung.

    Mit Geduld auf Lücken warten

    "Das geht natürlich nicht immer", sagt Hock. "Aber das klappt auch schon ganz gut, dass wir, wenn der schnelle Pass nach vorne nicht möglich ist, eben auch über normalen Ballbesitz den Gegner durchbewegen und mit Geduld auf die Lücken warten." Das dürfte gerade gegen das Team aus der Vorderpfalz nötig sein.

    Für diese Spielart, das gibt Hock ein gutes Gefühl, hat er bei den Schottlern die geeigneten Spieler. Die erfahrenen Innenverteidiger Nils Döring und Nenad Simic schieben hinten konsequent raus, die zentralen Sechser Thorsten Kleber und Marco Senftleben sind taktisch gut geschult. Und auf der Zehnerposition im 4-2-3-1-System darf sich Ex-Profi Markus Kreuz austoben. Nicht unbedingt als klassischer Spielmacher, eher als hängende zweite Spitze im Zentrum, die zwischen den Linien Unruhe stiftet, Bälle fordert, den letzten Pass in die Schnittstellen der Abwehr sendet.

    Belastungen gut dosieren

    In der Ansprache sieht der langjährige Zweitligaspieler beim FSV Mainz 05 auf Verbandsligaebene keinen großen Unterschied zum Profibetrieb. Extrem achten muss der Coach auf die Belastungsintensität. "Die Spieler kommen abends von ihrer Arbeit aus ins Training", erläutert Hock. "Da muss man die Dinge schon sehr gut steuern." Und bei nur drei Trainingseinheiten ist es auch nicht ganz unkompliziert, athletische und taktische Elemente gleichberechtigt nach vorne zu entwickeln.

    "Wir sind jetzt gerade dabei, mit Stabilisationsübungen an der Athletikschraube zu drehen", berichtet der Schott-Trainer. Das passiert dann in der Regel 20 bis 30 Minuten vor den Übungsformen mit Ball. Klar ist, dass es für einen lauf- und zweikampfintensiven, tempogeladenen Pressing- und Umschaltfußball einer hervorragenden Physis bedarf. "Da haben wir noch etwas aufzuholen", sagt Hock. Das ist ein mittelfristig angelegtes Projekt. Der nächste Heimsieg soll an diesem Sonntag dennoch gelingen.

    Reinhard Rehberg

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