Zieht es Grüne aus Berlin ins Land?
Berlin/Rheinland-Pfalz. Manche spötteln, die Grünen in Rheinland-Pfalz hätten nicht das nötige Personal, um im wahrscheinlichen Fall einer rot-grünen Koalition gleich mehrere Ministerien zu besetzen.
Amtshilfe könnte von rheinland-pfälzischen Bundespolitikern kommen – auch wenn diese noch nicht konkret werden wollen.
Winkler: Ministerämter können mit „Bordmitteln“ besetzt werden
Der Koblenzer Bundestagsabgeordnete Josef Winkler etwa sieht keine „Personalprobleme“ bei den Landesgrünen. Die erste Reihe, also Ministerämter, kann seiner Ansicht nach durchaus „mit Bordmitteln“ besetzt werden. Für die Besetzung von Posten in der zweiten Reihe müsste man eventuell auch auf Grüne aus anderen Bundesländern zurückgreifen. „Wir wollen aber auch nicht Tabula rasa machen in den Ministerien.“ Inhaltlich sollen nach dem Willen seiner Partei vor allem große Verkehrsprojekte in Rheinland-Pfalz „auf ein sinnvolles Maß zurückgeführt werden“. Die Grünen lehnen etwa die geplante Mittelrheintalbrücke und auch den Hochmoselübergang ab. „Daran werden aber die Koalitionsverhandlungen nicht scheitern“, meint Winkler.
Rößner: "Alles ist im Fluss"
Für die Mainzer Abgeordnete Tabea Rößner (44), medienpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion im Bundestag, steht außer Frage, dass die Grünen Anspruch auf das Umweltministerium haben. „Alles andere ist im Fluss“, so Rößner weiter. Sie selbst habe aber keinerlei Ambitionen auf einen Posten. Es schmeichle ihr, wenn sie für ein Amt gehandelt werde. „Aber ich habe auch Respekt davor.“
Höfken: "Energiewende ist mir wichtig"
Ihre Kollegin Ulrike Höfken sieht als jetzt zu verhandelnde Kernanliegen in Rheinland-Pfalz die Entwicklung der Landwirtschaft und Energiefragen. „Auf Bundesebene kämpfen wir schon so lange für die Energiewende. Das ist mir wichtig“, so Höfken. Über Posten will sie noch nicht sprechen.
(rl)























Diesen Artikel versenden