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    Nur Titel zählen für die Visitenkarte

    Das 3:1 über Borussia Dortmund im DFB-Pokalfinale war ein Meilenstein für den VfL Wolfsburg. Der Lohn für die Arbeit von Trainer Dieter Hecking und Manager Klaus Allofs. Der erste Titel für das Duo in der Autostadt. Auf den Vizemeister und Pokalsieger wartete eine rosige Zukunft.

    Fabian Strunk
    Fabian Strunk

    Von Fabian Strunk

    Auch für Fußball-Deutschland schien klar: Mit dieser sportlichen Lei(s)tung, diesem Team und der Finanzkraft des norddeutschen Autobauers könnten sich die Wolfsburger schon bald zu einer zweiten Macht hinter dem Rekordmeister aus München entwickeln - wenn sie es mit dem Erfolg über die Dortmunder nicht schon waren. "Ein Trainer", sagte damals Allofs "mag er noch so gut sein, braucht Titel. Dieter bekommt jetzt eine neue Visitenkarte." Mögliche Aufschriften: Pokalsieger, Titelträger, Trainer der Zukunft. Das war im Mai 2015.

    Wir schreiben Februar 2016: Auf Heckings Visitenkarte hat sich nichts getan. In der Mannschaft des VfL dagegen schon: nur Rang acht in der Bundesliga, nur acht Siege in 22 Spielen. In der Champions League stehen die Wolfsburger zwar vor dem Einzug ins Viertelfinale, das liegt aber eher daran, dass man im belgischen Meister KAA Gent das leichteste Los gezogen hat. Das frühe Aus im DFB-Pokal war noch zu verkraften, ging es in der zweiten Runde doch immerhin gegen die Bayern. Ein weiterer Titel rückt für die "Wölfe" dadurch in weite Ferne.

    Die Probleme der Niedersachsen in dieser Saison scheinen vielfältig. Doch das sind sie nicht. Das Hauptproblem: der Weggang von Spielmacher Kevin De Bruyne. Die Lücke, die der Fußballer des Jahres 2015 in Wolfsburg hinterlassen hat, ist einfach zu groß. Durch seine individuelle Klasse überstrahlte De Bruyne das Kollektiv, kaum ein Tor fiel ohne seine Beteiligung. Dann kam Manchester City und blätterte 74 Millionen Euro Ablöse auf den Verhandlungstisch.

    Hat derzeit viel zu grübeln: Wolfsburg-Trainer Dieter Hecking. 
    Hat derzeit viel zu grübeln: Wolfsburg-Trainer Dieter Hecking. 
    Foto: dpa

    VfL-Manager Allofs musste reagieren. Nach Max Kruse und Andre Schürrle holte er in Julian Draxler das dritte große Kaliber. Doch die Nationalspieler, die zusammen schlappe 80 Millionen Euro kosteten, ersetzen den nach England abgewanderten De Bruyne bislang nur monetär. Draxler mangelt es an Konstanz, Kruse spielt seine schwächste Saison seit Jahren, Schürrle läuft teilweise über den Platz, als würde er eine andere Sportart betreiben. Doch nicht nur die drei Deutschen sind für die Formkrise der Wolfsburger verantwortlich. Die Stürmer Bas Dost und Nicklas Bendtner dürsten nach mehr Wertschätzung und Aufmerksamkeit und bringen Unruhe in die sonst so ruhige Autostadt. Innenverteidiger Dante soll mit seiner Erfahrung helfen, strahlt aber zumeist Unsicherheit aus.

    Bis zum Pokalfinale 2015 hatte es Hecking geschafft, eine Mannschaft um einen Starspieler herum aufzubauen. Nach De Bruynes Abgang hat der Übungsleiter von vorn beginnen müssen. Bislang ist die Neuausrichtung gescheitert, das weiß der notorisch unzufriedene Hecking selbst am allerbesten. Schließlich schaffen es nur Titel auf die Visitenkarte.

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