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    MönchengladbachGladbachs Mut entmutigt die Bayern

    Für die Gladbacher Fans war das 3:1 (0:0) gegen Bayern München die vorweggenommene Bescherung am Nikolausabend. "Die Seele brennt" - inbrünstig sangen sie ihr Glaubensbekenntnis. Es war einer jener heiligen Fußballtage, die so schnell nicht in Vergessenheit geraten.

    Klaus Reimann.
    Klaus Reimann.

    Aus Mönchengladbach berichtet unser Redakteur Klaus Reimann

    Wie es immer etwas Besonderes ist, wenn die Borussia die übermächtigen Bayern besiegt. Und doch erfahren solche Erfolge noch eine Steigerung, wenn sie das glückliche Ende eines Spiels beschreiben, in dem der Glückliche lange nicht auszumachen war. In Halbzeit eins hatten die Gladbacher Anhänger die besten Plätze, als sie zitternd mitansehen mussten, wie sich die 45 Minuten lang dominierenden Bayern Chance auf Chance herausspielten - und jede einzelne vergaben. "Da hätten wir zwei oder drei Tore machen müssen. Dann wäre das Spiel anders gelaufen", rettete sich Philipp Lahm zunächst in den Konjunktiv, bevor der Bayern-Kapitän selbstkritische Töne wählte. "Natürlich kannst du ein Tor kassieren. Wir hatten aber noch über eine halbe Stunde Zeit, um das wettzumachen. Doch anstatt die Ruhe zu bewahren, haben wir gemeint, die Partie binnen fünf Minuten umbiegen zu müssen."

    Reichlich unerfahren im Umgang mit Rückständen, verrannten sich die Münchner fortan bei ihren ungestümen Offensivversuchen und stürmten ins Verderben. Drei Gegentore binnen 15 Minuten zeugten von einer panischen Reaktion, die Bayern-Coach Pep Guardiola konsterniert zurückließ. "Das müssen wir als Lehre aus diesem Spiel mitnehmen. Wir dürfen unsere Ordnung nicht verlieren", mahnte der Spanier nach der ersten Saisonniederlage.

    Vielleicht war es ein Geheimnis des Gladbacher Erfolgs, dass Borussen-Coach Andre Schubert vorab seine Lehren gezogen hatte aus dem Verlauf einer Saison, in der die Bayern sich bis dahin munter durch die Hinrunde gesiegt hatten. Schubert taktierte mit einer Dreierkette in der Abwehr und postierte davor eine massierte Fünferkette. Die Mitte dicht machen mithilfe des Startelf-Debütanten Nico Elvedi, das funktionierte in Durchgang eins leidlich - doch zeugt es von einem gewissen Selbstverständnis, den Bayern mit drei 19 Jahre alten Akteuren und einer eher selten praktizierten Spieltaktik zu begegnen.

    Damit nicht genug. Das 0:0 zur Pause war für die Borussia Grund genug, fortan noch risikoreicher zu Werke zu gehen. Mit dem Team steigerte sich auch Elvedi. "Wir haben noch mutiger gespielt, die Bayern noch früher angelaufen. Die Jungs haben das klasse gemacht", geizte Schubert nicht mit Lob.

    Vielleicht ist es generell das Geheimnis des Gladbacher Aufschwungs, wie Trainer und Mannschaft miteinander kommunizieren. "Natürlich habe ich die Taktik mit den Spielern besprochen. Sie sollen überzeugt von dem sein, was sie machen", erklärte der Coach die Binnen-Demokratie der Borussia. Granit Xhaka steht sinnbildlich für den Höhenflug. "Wir sind in jede Eins-gegen-eins-Situation gegangen. Wenn man gegen die Bayern bestehen will, muss man Eier zeigen und Mut haben", resümierte der Kapitän. Am Dienstag wartet Manchester City in der Königsklasse auf die Borussia. Wer die Bayern schlägt, kann auch ManCity besiegen. Oder, Granit Xhaka? "Da haben Sie völlig recht", meinte der Schweizer - und grinste. Die Borussia unter Schubert strotzt vor Selbstvertrauen. Und brennt für den Erfolg.

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