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    Koblenz/WeibernHandball-Bundesliga Vulkan-Ladies heiß aufs Derby

    Die beiden rheinland-pfälzischen Handball-Bundesligisten müssen drei Tage vor dem abschließenden Spieltag nachsitzen. Am Mittwoch (19.30 Uhr) treffen sich die Rheinland-Rivalen Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern und die DJK MJC Trier, um die am 10. Mai wegen Unbespielbarkeit der Spielfläche abgebrochene Partie nachzuholen. Vor drei Wochen war, wie berichtet, Regen durchs undichte Dach der Sporthalle auf dem Oberwerth (Conlog-Arena) eingedrungen.

    Zwei Tore erzielte Vulkan-Lady Prudence Kinlend (links im Laufduell mit Alena Vojtiskova) bei der Auswärtsniederlage bei Frisch Auf Göppingen.  Foto: Eibner-Pressefoto
    Zwei Tore erzielte Vulkan-Lady Prudence Kinlend (links im Laufduell mit Alena Vojtiskova) bei der Auswärtsniederlage bei Frisch Auf Göppingen.
    Foto: Eibner-Pressefoto

    Der Wetterbericht für die Region Koblenz kündigt für den Mittwoch "88 Prozent Niederschlagsrisiko" an. Den "Haltbarkeitstest" in Sachen Regenfestigkeit hat die Oberwerth-Halle aber bereits bestanden, sodass auch Stark- oder Dauerregen der Spielwiederholung nicht gefährlich werden können.

    Kein Verschulden am Abbruch

    Staffelleiterin Erika Petersen konnte im Rückblick auf den Spielabbruch am 10. Mai weder ein Verschulden des Hallenbetreibers noch gar der gastgebenden Vulkan-Ladies erkennen, weshalb sie eine Spielwiederholung anordnete. Die Trierer Miezen müssen also nochmals anreisen, auch wenn sie seinerzeit ankündigten, gegen eine Neuansetzung eventuell protestieren zu wollen.

    Mittlerweile dürfte sich die Lage beruhigt haben, nachdem neben den Gastgeberinnen nun auch die Moselanerinnen den Klassenerhalt endgültig in der Tasche haben und es somit "nur" noch um die Vorherrschaft in Rheinland-Pfalz geht. Dabei müssten insbesondere die Gastgeberinnen vor Motivation nur so sprühen, wenn sie sich an zahlreiche unbedachte Äußerungen der Trierer rund um den Spielabbruch erinnern. "Es ist ein Unding, was hier passiert ist. So etwas habe ich noch nie erlebt, das muss Konsequenzen haben", meinte damals MJC-Vorstand Jürgen Brech nach dem Abbruch und wollte die entscheidenden Punkte für den Klassenerhalt am liebsten gleich am Grünen Tisch einfahren.

    Trierer Verschwörungstheorie

    Daneben lag auch Triers Co-Trainerin Jana Arnosova, die in Unkenntnis der Statuten meinte: "Wir hätte nach 30 Minuten auch die Taschen packen und heimfahren können, aber wir wollten spielen." Indirekt verstieg sie sich sogar in eine Art Verschwörungstheorie: "Wir hatten uns gerade herangekämpft und waren kurz davor, das Spiel zu drehen. 15 Minuten vor Schluss abzubrechen, gerade als die Gastgeber einzubrechen drohten, ist schon komisch."

    Wer nun aber glaubt, die Vulkan-Ladies würden die Begegnung nun mannschaftsintern anheizen, der liegt ebenso falsch wie die Trierer Protagonisten seinerzeit. Christoph Barthel erwähnt die Vorgänge um das abgebrochene Spiel mit keinem Wort, meint aber dennoch: "Die Mannschaft ist heiß auf dieses Spiel, weil wir in Trier zuletzt eine deprimierend hohe Niederlage erlitten haben und weil wir unbedingt unseren Platz vor den Miezen verteidigen wollen. Aber nur deshalb, nicht aus anderen Gründen."

    Gewissermaßen "ladylike" möchten die Vulkan-Ladies sich nur auf das Sportliche konzentrieren. Die Voraussetzungen für ein sehenswertes und spannendes Derby scheinen ideal. Schließlich können beide Teams ohne Druck aufspielen und sich zudem darauf freuen, dass es diese Paarung auch in der kommenden Saison geben wird. "Solche Spiele mit Derbycharakter sind doch das Salz in der Suppe", findet Barthel, und spätestens in diesem Punkt dürften sich alle Beteiligten einig sein.

    Für zahlreiche Spielerinnen auf beiden Seiten wird es das letzte Derby sein. Die Vulkan-Ladies Nadja Zimmermann und Lisa Schenk werden künftig das Trikot des Oberligisten HSG Wittlich überstreifen. "Aus reinem Spaß an der Freude", wie Zimmermann sagt. Zudem werden Eva Frank, Anna Jaszczuk, Marina Kils und Maja Klingenberg den Verein verlassen.

    Demnächst ein Derby in Oranje

    Die Triererin Natalie Adeberg wechselt nach Leverkusen, ihre Teamkollegin Silvia Solic beendet ihre Karriere - alle diese Spielerinnen haben am Mittwoch also letztmals die Gelegenheit, zu Derbyheldinnen zu werden.

    Kommende Saison wird dann "Oranje" die vorherrschende Farbe in den Lokalduellen sein, denn während die Vulkan-Ladies bereits auf die Dienste dreier Niederländerinnen setzen, hat nun auch Trier für die kommende Saison mit den 20-jährigen Junioren-Nationalspielerinnen Maxime Struijs (Rückraum), Celine Michielsen (Spielmacher und Kreis) und Linsey Houben (Rückraum) drei "Meisjes" aus dem Nachbarland verpflichtet. "Das ist ein Beleg für die gute Arbeit in den Niederlanden. Aber am Mittwoch wollen wir unsere eigene Arbeit präsentieren", sagt VL-Trainer Christoph Barthel. "Ich verspreche, dass die Mannschaft alles geben wird, um zu gewinnen." htr

    Handball (ABCK)
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