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  • Niederroßbachs Höhenflug führt ins Pokalfinale

    Niederroßbach. Die SG Hoher Westerwald Niederroßbach/Emmerichenhain hat tatsächlich den Einzug ins Finale des Fußball-Rheinlandpokals geschafft: Am Mittwochabend bezwangen die Kombinierten den Mitte-Bezirksligisten TuS Oberwinter verdientermaßen mit 2:0 (1:0).

    Wieder ein Pokalabend bei eisiger Kälte, aber vor beeindruckender Kulisse auf dem Niederroßbacher Hartplatz: Offiziell 873 Zuschauer verfolgten das Halbfinale zwischen der SG Hoher Westerwald Niederroßbach/Emmerichenhain (helle Trikots) und dem TuS Oberwinter.  Fotos: Marco Rosbach
    Wieder ein Pokalabend bei eisiger Kälte, aber vor beeindruckender Kulisse auf dem Niederroßbacher Hartplatz: Offiziell 873 Zuschauer verfolgten das Halbfinale zwischen der SG Hoher Westerwald Niederroßbach/Emmerichenhain (helle Trikots) und dem TuS Oberwinter. Fotos: Marco Rosbach
    Foto: Marco Rosbach

    Der gastgebende A-Ligist begann vor der ordentlichen Kulisse von immerhin 873 frierenden Zuschauern furios. Das Einzige, was der Elf von Trainer Nihad Mujakic fehlte, war ein Tor. Chancen für einen schnellen Vorsprung waren auf Seiten des ungeschlagenen Spitzenreiters der A-Klasse Westerwald/Sieg genügend vorhanden. Zunächst hatte der Gast nach einem verunglückten Abschlag von Torwart Benjamin Kauert Glück, dass Mario Pavelic gerade noch von einem TuS-Verteidiger abgelaufen werden konnte. Kurz darauf zog Pavelic einfach mal von der Mittellinie ab, Kauert klärte zur Ecke (5.). Dann stand Oberwinters Schlussmann bei einem Freistoß Kristijan Goliks wieder im Brennpunkt, bestand aber auch diese Prüfung (7.).

    Wer war hier A-Ligist und wer kickt in der Bezirksliga? Zu erkennen war das in der Anfangsphase beileibe nicht. Die nächste SG-Gelegenheit verbuchte erneut Golik, dessen Abschluss von der Strafraumgrenze sich jedoch als zu harmlos erwies (12.). Dann flog ein von Pavelic getretener Ball um Haaresbreite über den Kasten des Bezirksligisten. Während Mujakic weiter Druck forderte, ordnete sein Oberwinterer Kollege Tomas Lopez seinen Leuten an, endlich näher an ihren Gegenspielern zu stehen. Bei den Rheinländern ging bis dahin nicht viel und wenn, dann war Jonas Jaber über die rechte Seite flott unterwegs.

    Ob in der Liga oder im Pokalwettbewerb: David Quandel (vorne) ist der Torgarant der SG Niederroßbach/Emmerichenhain.
    Ob in der Liga oder im Pokalwettbewerb: David Quandel (vorne) ist der Torgarant der SG Niederroßbach/Emmerichenhain.
    Foto: Marco Rosbach

    Dann aber war es so weit: David Quandel brach über die rechte Seite durch, zog in den Strafraum und überwand den herauseilenden TuS-Keeper Kauert (38.) - die ebenso überfällige wie verdiente Führung der zwar klassentieferen, aber erneut respektlos aufspielenden Hausherren.

    Zwar kamen die in grün gedressten Bezirksligisten aus Oberwinter nach neuen Anweisungen ihres Coaches Lopez verbessert aus der warmen Kabine in die klirrende Kälte zurück, SG-Torhüter Stefan Schalles erlebte aber weiter einen recht ruhigen Abend.

    Die spielbestimmende Mannschaft blieben die Einheimischen. Kauert rettete im eins-gegen-eins gegen Pavelic, der von Oleg Bese geschickt bedient worden war (47.). Mujakic ärgerte sich: "Wenn wir das 2:0 machen, müssen sie aufmachen."

    Dies schien den langjährigen Rheinlandligisten vom Rhein aufgerüttelt zu haben, der TuS näherte sich in der Folge häufiger dem Kasten der Westerwälder an. "Weiter arbeiten, Jungs", witterte Lopez am späten Abend nochmals Morgenluft. Dann fiel fast der Ausgleich, doch Tim Palm verzog nach einem leichtsinnigen Fehler in der Hintermannschaft der SG (72.) - da war kollektives Durchatmen bei Mujakic und Co. angesagt. Palm ließ kurz danach auch den nächsten Hochkaräter ungenutzt (75.).

    Die Minuten verrannen, SG-Abwehr-Chef Zvonko Juranovic bekam mit seinen Nebenleuten den Laden wieder in den Griff. Und dann schlug der A-Ligist erneut zu und versetzte den Oberwinterern den Garaus. Quandel (wer sonst?) blieb eiskalt wie eine Hundeschnauze, überlupfte Kauert und erhöhte damit gefühlvoll auf 2:0 (89.) - das war natürlich die Entscheidung. Wenig später pfiff Schiri Zimmer ab - der nächste Husarenstreich der SG Hoher Westerwald Niederroßbach/Emmerichenhain war tatsächlich perfekt.

    TuS-Trainer Lopez war natürlich maßlos enttäuscht: "Wir haben insgesamt zu wenig getan und uns für ein Halbfinale nicht genug gewehrt. In der zweiten Halbzeit hätten wir die beiden Mega-Chancen nutzen müssen. Das war heute eben der Unterschied: Quandel macht aus zwei Gelegenheiten zwei Buden, wir lassen die Dinger liegen. Wäre uns der Ausgleich gelungen, wären wir sicher körperlich überlegen gewesen."

    Nihad Mujakic war sichtlich gerührt und gab mit stockender Stimme zu Protokoll: "Ich bin überwältigt, wie sich unsere Jungs für ihren großen Traum zerrissen haben. Wir waren meiner Meinung nach die klar bessere Mannschaft, hatten in der Schlussphase aber auch etwas Glück, dass nicht das 1:1 fällt. Das wäre nach dem Spielverlauf nicht gerechtfertigt gewesen. Mario Pavelic macht viele Meter und schafft Räume. Und David Quandel ist eben die coole Sau, die vorne die Dinger reinmacht."

    Im Finale trifft die SG Hoher Westerwald Niederroßbach/Emmerichenhain dann auf den Sieger der Partie des Oberligisten FSV Salmrohr gegen den Regionalligisten Eintracht Trier, Mujakics Ex-Klub, die sich erst am Mittwoch, 20. April, im Salmtal duellieren. Der restliche Mittwochabend in Niederroßbach war nur noch grenzenloser Jubel. Das SG-Team und die begeisterten Zuschauer feierten ausgelassen auf dem Platz. Sie sangen vom Finale und stimmten sogar an: "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin..."

    Niederroßbach/Emmerichenhain: Schalles - Kolb, Juranovic, Haas, Sarholz (85. Hensel) - Bese (79. Rexhaj), Brak, Golik, Goebel - Quandel, Pavelic.

    Oberwinter: Kauert - Enke, Merken, Koll, Dogan - Irmgartz (71. Cardoso), Brötz - Jaber, Islami (84. Antwerpen), Gilles - Palm.

    Schiedsrichter: Christoph Zimmer (Wittlich).

    Zuschauer: 873.

    Tore: 1:0, 2:0 David Quandel (38., 89.).

    Fabian Strunk/Stefan Nink

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