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    Koblenzer laufen allmählich auf dem Zahnfleisch

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    Da konnten sich die Koblenzer Kicker vorm Eintracht-Gehäuse noch so querlegen, ein Torerfolg war ihnen an diesem verkorksten Abend in Frankfurt nicht vergönnt: Hier versucht Patrick Nonnenmann auf unorthodoxe Art und Weise mit dem Kopf sein Glück, beobachtet von den TuS-Teamkollegen Dimitrios Ferfelis (links) und Kapitän Thomas Gentner (rechts im Hintergrund). 
Foto: Heinz-Jörg Wurzbacher
    Da konnten sich die Koblenzer Kicker vorm Eintracht-Gehäuse noch so querlegen, ein Torerfolg war ihnen an diesem verkorksten Abend in Frankfurt nicht vergönnt: Hier versucht Patrick Nonnenmann auf unorthodoxe Art und Weise mit dem Kopf sein Glück, beobachtet von den TuS-Teamkollegen Dimitrios Ferfelis (links) und Kapitän Thomas Gentner (rechts im Hintergrund).
    Foto: Heinz-Jörg Wurzbacher - hjw

    Warum der ansonsten eigentlich gesetzte Innenverteidiger komplett außen vor geblieben war, wollte oder konnte er nach der Begegnung nicht schildern. Auf entsprechende Anfrage hob er nur abwehrend die Arme. Sein Trainer Peter Neustädter hatte aber wenige Sekunden später eine aus seiner Sicht plausible Erklärung auf Lager: "Frankfurt hat schnelle Stürmer, darauf wollte ich reagieren." Heißt übersetzt wohl ungefähr, dass ihm Haben für diese Aufgabe zu langsam erschien.

    Es lag aber sicherlich nicht nur an dieser einen, kontrovers zu betrachtenden Umbaumaßnahme in der Koblenzer Hintermannschaft, dass die TuS nun schon die vierte Niederlage in Folge ohne ein eigenes Tor hinnehmen musste. Die Gäste arbeiteten zwar im Mittelfeld und auch im Angriff vor allem im ersten Spielabschnitt gut gegen den Ball, wie es heutzutage so schön im Fußballerjargon heißt, aber das Umschalten und der eigene Spielaufbau nach Ballgewinn gingen doch wesentlich behäbiger vonstatten als beim Gegner.

    "Dabei sind wir doch eigentlich recht gut ins Spiel gekommen", sagte der Koblenzer Trainer Peter Neustädter und raufte sich im Nachhinein noch ein wenig die Haare, als er an die Szene erinnert wurde, als Dimitrios Ferfelis schon nach knapp 15 Sekunden das 1:0 für die Schängel hätte erzielen müssen. Tat er aber nicht und lief fortan dieser Chance und auch der eigenen Form weiter hinterher. Die Folge: Kaum zur zweiten Halbzeit aus der Kabine gekommen, fand sich der Grieche nur fünf Zeigerumdrehungen später auf der Ersatzbank wieder.

    Sturmpartner Jerome Assauer rackerte und lief, was der schmale Körper so hergab. Aber schon beim Aufwärmen hatte man das untrügliche Gefühl, dass ihm seine Rückenprobleme ziemlich zu schaffen machen. Neustädter ist jedoch meilenweit davon entfernt, irgendwelche Blessuren oder individuell schlechte Leistungen als Grund für die derzeitige Misere anzuführen. TuS-Präsidiumsmitglied Thomas Theisen erläuterte stellvertretend: "Der Trainer sucht jetzt keine faulen Ausreden und will weiter aus den Spielern alles rausholen. Das ist ja auch grundsätzlich der richtige Weg. Aber physisch und psychisch sind einige schon längst an ihren Grenzen angelangt. Alle quälen sich, schließlich will ja niemand ständig wie ein geprügelter Hund vom Platz schleichen."

    In den Anfangsminuten hatte der geneigte Anhänger noch den Eindruck, als ob für die Koblenzer Kicker etwas drin sein könnte nach zuletzt 280 Minuten ohne eigenes Tor. "Der Gegner hat ein gutes Mittelfeld- und Angriffspressing betrieben. Das war lange Zeit ein hartes Stück Arbeit für uns, die TuS hat nie nachgelassen", sagte der Frankfurter Coach Alexander Schur. Einen ersten Dämpfer erhielten die Hoffnungen der TuS aber in der siebten Minute: Giuliano Modica traf per Kopf nach einer Freistoß-Hereingabe von Hassan Amin. Neustädter mochte es kaum glauben: "Schon wieder eine Standardsituation, die unsere Niederlage eingeleitet hat."

    Als dann auch noch Johannes Göderz nach 37 Minuten mit dickem Knöchel vom Platz humpelte, ging die Ordnung im defensiven Bereich mehr und mehr flöten. Die Blessur stammte übrigens aus dem Mainz-Spiel und war jetzt nach einem neuerlichen Pressschlag verantwortlich für das vorzeitige Ausscheiden der Nummer sechs: "Ich konnte von Anfang an gar nicht richtig laufen. Bis Mittwoch mache ich jetzt erst einmal Pause, und dann sehen wir mal weiter." Bis zur 64. Minute blieb die TuS an der Eintracht dran, dann sorgten zwei Einschläge binnen fünf Minuten endgültig für Ernüchterung bei den TuS-Fans unter den nur 250 Zuschauern. Erst vollendete Ugur Albayrak eine sehenswerte Kombination über rechts mit dem 2:0 (64.), dann sorgte der starke Amin mit einer Einzelleistung für das 3:0 (68.) - die Entscheidung.

    Der Rest ist schnell erzählt: Koblenz drängte mutig, aber desillusioniert auf den Ehrentreffer - ohne Erfolg. Und hinten klafften dadurch gewaltige Lücken. Die nutzte der Gegner zwar wiederholt, ließ vor dem Tor aber allzu leichtfertig die Gelegenheiten verstreichen. Unterm Strich war Schur nach einem "sehr intensiven Spiel und mit einer guten Leistung in der zweiten Halbzeit" zufrieden. Am Ziel sieht er seine Elf im Kampf um den Klassenverbleib aber noch nicht: "42 oder 43 Punkte müssen wir wohl schon erreichen."

    Ganz andere Gedanken machen sie sich derzeit in den Reihen des gerade geschlagenen Gegners. "Wir müssen jetzt alle Kräfte bündeln und ein Zeichen setzen", hofft Theisen auf einen Befreiungsschlag der Mannschaft im folgenden Heimspiel am Freitag gegen den FSV Frankfurt II und baut auf die wohlwollende Unterstützung der eigenen Fans. "Natürlich sind dann auch Führungsspieler wie Thomas Gentner und Anel Dzaka gefragt." Die Antworten darauf gibt's - wie immer in solchen Fällen - auf dem Platz. "Und irgendwann muss ja mal das Glück zurückkommen. Dafür arbeiten wir ja auch schließlich sehr hart", ergänzte Göderz.

    Von unserem Mitarbeiter

    Bodo Heinemann

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