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    RömerbergKarbach verliert das Wiederholungsspiel

    Auch das Wiederholungsspiel in der Fußball-Oberliga zwischen dem TuS Mechtersheim und dem FC Karbach endete 3:1 - diesmal allerdings zugunsten der Gastgeber. Die drei Punkte, die Karbach am Grünen Tisch nach den Vorkommnissen im ersten Spiel aberkannt worden waren, sind nun endgültig weg. Mechtersheim überwintert als Tabellenzweiter und hat nun vier Punkte Vorsprung auf den Vierten Karbach.

    "Karbach und auch wir wollten den Fehler, den wir beide gemacht haben, vergessen lassen und uns aufs Sportliche besinnen", sagte Mechtersheims Trainer Manfred Schmitt nach dem Wiederholungsspiel: "Darauf haben wir auch die ganze Woche hingearbeitet, uns so professionell wie möglich zu verkaufen. Das ist uns gelungen." Karbachs Co-Trainer Klaus Ohnesorge, der Chef Torsten Schmidt auf der Pressekonferenz vertrat, ergänzte: "Fußball gehört auf den Fußballplatz und nicht vor die Spruchkammer. Das haben wir alle ganz gut hingekriegt."

    Den Worten kann man einigermaßen beipflichten, es hielt sich diesmal im schönen Mechtersheimer Stadion an der Kirschallee in Römerberg unweit von Speyer alles im Rahmen. Emotionen waren beim Wiedersehen elf Wochen nach dem Skandalspiel dennoch genügend drin. Zwei Platzverweise, sieben gelbe Karten - der gute Schiedsrichter Sebastian Schmidt hatte ordentlich zu tun. Handgreiflichkeiten wie Ende September gab es diesmal keine.

    Im ersten Spiel nach der FC-Bekanntgabe, dass ein Aufstieg in die Regionalliga in Karbach im Moment nicht möglich sei, trumpften die Gäste in der Anfangsphase wie entfesselt auf. Allen voran Rechtsaußen Tobias Jakobs, der in den ersten elf Minuten dreimal alleine aufs Tor zulief. Nach 50 Sekunden rettete Steven Bendusch für seinen geschlagenen Keeper Peter Klug auf der Torlinie, nach neun scheiterte Jakobs an Klug und nach elf Minuten wurde der einschussbereite Treis-Kardener noch von Bojan Custic abgeblockt. "Das waren drei richtig gute Chancen, die wir nicht gemacht haben", trauerte Co-Trainer Ohnesorge den Möglichkeiten nach. Schmitt meinte: "In den ersten 20, 25 Minuten war Karbach klar tonangebend. Das war überragend von ihnen, sie hätten in Führung gehen können."

    Das 1:0 machten aber die Mechtersheimer. Bendusch jagte das Leder aus 20 Metern per tollem Flachschuss unhaltbar für FC-Torsteher Florian Bauer ins Eck (22.). Sören Klappert hätte zwei Minuten später den Ausgleich markieren müssen, doch er fand mit seinem Volleyschuss aus sieben Metern in TuS-Keeper Klug seinen Meister (24.). Es war Karbachs letzte gute Offensivaktion bis zum bedeutungslosen 1:3-Anschlusstreffer von Enrico Köppen in der 88. Minute.

    Mechtersheim biss sich nach der Unterlegenheit in der Anfangsphase regelrecht in die Partie. "Der TuS hat alles in die Waagschale geworfen, sie haben mehr gewollt als wir", erkannte Ohnesorge den Unterschied. Beim 2:0 nach 36 Minuten durch Mechtersheim Torjäger Eric Veth patzte Thomas Klasen. Der Karbacher wollte einen hohen Ball 25 Meter vor dem eigenen Gehäuse artistisch annehmen. Das ging gründlich schief. Kevin Selzer klaute sich die Kugel und flanke mustergültig auf den Kopf von Veth, der zum 2:0 einnickte. Klasen hatte als Rechtsverteidiger den undankbarsten Job beim FC, weil mit Tim Puttkammer, Julian Hohns, Mathias Fischer (alle verletzt) und David Eberhardt (beruflich verhindert) eine komplette Abwehrreihe passen musste.

    Auch die Rote Karte für Maximilian Krämer, der gegen Karbachs Besten Lukas Klappert nachgetreten hatte, erzeugte kein Aufbäumen beim FC (41.). In Überzahl fiel den Karbachern außer langen Bällen, die TuS-Abwehrchef Thorsten Ullemeyer alle per Kopf wegpflückte, nichts ein. Für Entlastung sorgte immer wieder der überragende Selzer mit tollen Läufen. Sein letzter Sprint über den halben Platz bedeutete das 3:0. Selzer ließ drei Karbacher mit einer Körpertäuschung stehen und schlenzte den Ball ins lange Eck - ein Traumtor (82.). Köppens 1:3 war nur noch Makulatur.

    Der Rest war Mechtersheimer Jubel auf dem Rasen und danach im Klubheim. TuS-Trainer Schmitt wurde richtig euphorisch unter dem tosenden Beifall der eigenen Anhänger: "Ich bin sprachlos. Das Wort Mannschaft hat momentan keiner mehr verdient als wir. Wie wir zusammenhalten und fighten, ist einmalig. Ich habe immer noch Gänsehaut. 39 Punkte in der Oberliga zur Winterpause sind einmalig in unserer Geschichte."

    Ohnesorge "warnte" aber den neuen Tabellenzweiten Mechtersheim: "Passt auf, an der Tabellenspitze geht es heiß her. Ihr werdet jetzt gejagt. Ob wir auch unter den Jägern sind, weiß ich nicht. Im Moment sieht es nicht so aus." Nach nur sieben Punkten aus den vergangenen acht Begegnungen und dem Absturz von Platz eins auf vier, sagte Ohnesorge einen passenden Schlusssatz aus Karbacher Sicht: "Wir sind alle froh, dass jetzt Winterpause ist."

    Aus Römerberg berichtet unser

    Redakteur Michael Bongard

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