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  • Nach Spielabbruch im Salinental: Schick sieht Vereine in der Pflicht

    Jugendfußball - Die Aufregung um den Spielabbruch im Bad Kreuznacher Salinental - wir berichteten ausführlich - hat sich ein wenig gelegt. Die Frage nach den Konsequenzen bleibt. Berthold Schick, der Vorsitzende des Kreisjugendausschusses im Fußballkreis Bad Kreuznach, warnt davor, alle Vereine über einen Kamm zu scheren. "Natürlich gibt es immer mal wieder Probleme, aber das sind nur Ausnahmefälle", sagt der Booser.

    Die Anzahl an gewalttätigen Auseinandersetzungen im Rahmen von Jugendspielen hat sich nach Schicks Wahrnehmung nicht verändert. "Solche Fälle hatten wir leider Gottes in den vergangenen Jahren immer mal wieder, allerdings nicht in diesem Ausmaß. Die Hemmschwelle ist geringer geworden", erklärt er. Am Samstag waren beim A-Junoren-Kreisliga-Spiel zwischen dem FSV Bad Kreuznach und dem FC Hohl Idar-Oberstein nach der Verletzung eines FSV-Spielers die Emotionen hochgekocht. 27 Polizisten mussten die Streithähne trennen.

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    Bevor sich Schick differenzierter zu dem Fall, der auch überregional hohe Wellen geschlagen hat, äußert, möchte er erst sämtliche Stellungnahmen sichten und das Gebietsspruchkammer-Verfahren abwarten. Eines ist für ihn aber klar: "Nach allem was ich bisher weiß, ist die Gewalt nicht von den Jugendfußballern ins Spiel gebracht worden, sondern wieder einmal von außen. Das ist ein altes Problem." Und schwer in den Griff zu bekommen, denn an die Eltern und Betreuer, teilweise auch an die Trainer kommen die Verbandsfunktionäre schlecht ran. Schick erläutert: "Bei unseren Sitzungen sind die Jugendleiter zu Gast. Was sie dann an ihre Trainer, Betreuer und Eltern weitergeben, darauf haben wir keinen Einfluss. Ich kann nur sagen, dass auf jeder Jugendleitersitzung, die ich bisher geleitet habe, die Problematik der Einflussnahme von außen angesprochen wurde." Und weiter sagt der 60-jährige: "Wir können ja nicht in die Vereine gehen und dort mit deren Trainern und Eltern ein Anti-Gewalt-Training machen. Das muss in den Vereinen selbst passieren."

    Den Vorschlag einer Komplett-Absage eines Spieltags im Jugendfußball, um ein Zeichen zu setzen, hält Schick, der seit 2009 Vorsitzender des Kreisjugendausschusses ist und zuvor viele Jahre das Kreissportgericht im Jugendbereich geleitet hat, für nicht angebracht. Er sagt dazu: "Zum einen bestrafen wir damit die vielen Kinder und Vereine, die gar nichts dafür können. Zum anderen haben wir schon so zu wenig Spieltage im Jugendfußball. Davon einen abzugeben, das funktioniert nicht."

    Von unserem Redakteur

    Olaf Paare

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