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  • Stars hautnah in Diez: "Lira" Bajramaj und Co. feiern Turniersieg mit viel Spaß

    Frauenfußball - Kim Kulig erkämpft den Ball im Mittelfeld, passt auf die linke Seite zu Melanie Behringer, die in der Spitze Fatmire Bajramaj bedient. Sandra Smisek beobachtet das Ganze aus der Defensive, dahinter ist Torfrau Nadine Angerer bis an die Grenze des Strafraums vorgerückt. Am Rande des Spielfelds plaudert auf der einen Seite Steffi Jones, auf der anderen Theo Zwanziger. Was sich nach einem Auftritt der deutschen Frauen-Nationalmannschaft anhört, ist eine Momentaufnahme des Turniers, das am Sonntag unter der Regie des Frauen- und Mädchenfußball-Fördervereins und mit Unterstützung der Theodor-Zwanziger-Stiftung in Diez Premiere feierte. Der 1. FFC Frankfurt bezwang im letzten Spiel des Tages den Bundesligarivalen SC 07 Bad Neuenahr und sicherte sich den Sieg - was angesichts des namhaften Aufgebots nicht verwundert. Der Serienmeister brachte nicht nur die genannten Nationalspielerinnen mit auf die Zentrale Sportanlage - es war der geschlossene Kader, der sich 600 zahlenden Zuschauern präsentierte.

    Bestens gelaunt: DFB-Direktorin Steffi Jones (hier mit Björn Dietrich) fungierte in Diez als Glücksfee.
    Bestens gelaunt: DFB-Direktorin Steffi Jones (hier mit Björn Dietrich) fungierte in Diez als Glücksfee.
    Foto: Marco Rosbach

    Die Hessinnen haben das Turnier ernst genommen. Einerseits. "Aber wir wollten auch Spaß haben", sagte Bajramaj, der Star der Mannschaft, der dem FFC wie der DFB-Elf neben Klasse auch Glamour verleiht. "Wir waren erfolgreich, haben ein gutes Vorbereitungsturnier in schönem Rahmen gespielt. Und Spaß hatten wir auch." Nicht verwunderlich: Die FFC-Stürmerin war es, die als letzte Aktive vom Platz ging. "Lira, noch ein Foto bitte" - diesen Satz hörte sie dutzendfach. Und kein Wunsch war ihr zu viel. "So nah sind wir den Fans in der Bundesliga nicht. Das ist für die Leute eine schöne Sache. Und wir wollen die Chance nutzen, Werbung für uns und den Frauenfußball zu machen." Beides ist gelungen. Den Stars hat's gefallen, und auch die Veranstalter waren zufrieden. "Im Vorfeld habe ich mir gewünscht, der Tag möge doch schon vorbei sein", gestand der 22-jährige Marcel Meckel, der mit Zwillingsbruder Dominik, dem 23-jährigen Björn Dietrich und Sascha Bayer, mit Anfang 30 der Oldie im Team, das Turnier organisierte. "Jetzt, da alles vorbei ist, bin ich stolz auf das, was wir hier alle auf die Beine gestellt haben."

    Sarah Joelle Gregorius (vorne links) gab alles, doch im letzten Spiel des Turniertages musste sie sich mit dem SC 07 Bad Neuenahr dem Frankfurter Starensemble um Fatmire "Lira" Bajramaj mit 0:1 geschlagen geben.
    Sarah Joelle Gregorius (vorne links) gab alles, doch im letzten Spiel des Turniertages musste sie sich mit dem SC 07 Bad Neuenahr dem Frankfurter Starensemble um Fatmire "Lira" Bajramaj mit 0:1 geschlagen geben.
    Foto: Marco Rosbach

    Und damit nicht genug. Nach der erfolgreichen Premiere richtete Meckel den Blick nach vorne. "Wir werden fürs nächste Mal über ein größeres Teilnehmerfeld nachdenken." Namen wie 1. FC Köln oder Bayern München machten die Runde. "In jedem Fall werden wir mit dem Niveau nicht nach unten gehen", versprach Meckel.

    Namhafte Unterstützung ist ihm sicher. Theo Zwanziger, seit jeher großer Förderer des Frauenfußballs, stand mit seiner Stiftung Pate und sieht das Diezer Turnier auch künftig als eines jener vier Projekte, die aus dem Jahresetat gefördert werden. "Ich bin froh, dass sich junge Menschen so engagieren", sagte der ehemalige DFB-Präsident aus Altendiez. "Über die Stiftung helfen wir gerne, die Risiken, die eine solche Veranstaltung mit sich bringt, zu minimieren." Während der Altendiezer über das Turnier spricht, kommt Siegfried Dietrich dazu. Der Manager des 1. FFC Frankfurt bedankt sich bei Zwanziger, lobt die familiäre Atmosphäre. Und er verspricht: "Wir kommen gerne wieder." Die Chancen stehen also gut, dass sich auch im August 2013 die halbe Nationalmannschaft in Diez den Ball zuspielt und die Fußballprominenz am Rand bester Laune ist.

    Von unserem Redakteur Marco Rosbach

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