05-Stürmersuche: Gegen eine Type wie Zidan hätte Tuchel zumindest keine Einwände
Mainz - Die aktuellste Boulevardspekulation lautete am Freitag: Lucas Barrios stehe unmittelbar vor einem Wechsel nach England; Manchester City, Arsenal London und der FC Sunderland würden um den Torjäger von Borussia Dortmund werben.
Und die Konsequenz daraus laute, so die "Bild-Zeitung", dass der schnelle und dribbelstarke Stürmer Mohamed Zidan vom Deutschen Meister keine Freigabe bekomme für einen Winterwechsel zum FSV Mainz 05.
"Ich habe das sehr belustigt zur Kenntnis genommen", erklärte Christian Heidel am Freitagmittag auf der Mainzer Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den SC Freiburg. Kommentieren werde er definitiv keine der vielen Spekulationen, sagte der 05-Manager. "Von uns hört niemand etwas." In Mainz gehöre es zur guten Tradition, dass lediglich Berater ab und an etwas ausplauderten, "der Verein sagt nichts, zu keinem einzigen der bis heute genannten Namen, ich werde auch keinen Namen dementieren, bei uns dringt nichts nach außen". Die Journalisten müssten sich einfach noch vier Tage gedulden bis zum Ende der Transferperiode II am kommenden Dienstag. Tatsache sei, dass gestern die Transferliste geschlossen worden ist, und Mainz 05 habe dort keinen Spieler platziert.
Was hat Klopp in der Pipeline?
Also warten wir. Zidan wird bis zum 31. Januar ein Thema bleiben. Zunächst einmal müsste der Barrios-Deal über die Bühne sein. Dann weiß niemand, ob Borussia-Trainer Jürgen Klopp nicht längst einen potenziellen Neuzugang als Nachfolger für den letztjährigen Torjäger in der Pipeline hat. Und vielleicht würde die Borussia ja so oder so noch gerne ein paar Euro Ablöse schnappen für Mohamed Zidan, dessen Vertrag in Dortmund am 30. Juni ausläuft. Aber es weiß aber auch niemand, ob Zidan, so er denn überhaupt von den 05ern umgarnt wird, nicht auch noch lukrativere Angebote von zahlungskräftigeren Klubs in der Schublade liegen hat.
Ob der eigenwillige Individualist Zidan, der ja schon zweimal am Bruchweg (ausgesprochen erfolgreich) gespielt hat, aktuell überhaupt menschlich und sportlich ins Mainzer System passen würde, mochte ein Journalist am Ende des Pressegesprächs noch von Thomas Tuchel wissen. Er wolle niemals den Eindruck erwecken, erklärte der 05-Chefcoach, dass ihm Taktik oder System wichtiger seien als ein guter Spieler. Und dass zu einem Spieler, von dem man sich entscheidende Tore erwarte, zuweilen auch eine besondere Individualität, zuweilen auch ein extrovertierter Charakter gehöre, das sei normal. Von Klub vorgegebene Systeme oder Spielweisen müssten immer von Spielern mit Leben gefüllt werden. Tuchels Fazit: "Überragende Qualität hilft da immer."









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