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    KoblenzSander muss ohne Hartmann planen

    Die Personalplanungen beim künftigen Drittligisten TuS Koblenz laufen schleppend an. Während Kapitän Manuel Hartmann den Verein in Richtung Ingolstadt verlässt, lassen die ersten Neuzugänge auf sich warten. Ein Umstand, der Trainer Petrik Sander aber noch nicht beunruhigt.

    Seit Donnerstag, 10.15 Uhr, ist die Tinte trocken – und TuS Koblenz kommt der Kapitän abhanden: Nach drei Jahren kehrt Manuel Hartmann dem künftigen Drittligisten den Rücken, um beim FC Ingolstadt sein Glück zu versuchen. Der 26-Jährige hat beim Zweitliga-Aufsteiger einen Zweijahres-Vertrag mit einer Option auf eine weitere Spielzeit unterschrieben. Da Hartmanns Vertrag in Koblenz nicht für die Dritte Liga gilt, darf er ablösefrei wechseln.

    „Ich glaube, dass das ein guter Weg für mich ist“, so Hartmann nach der Unterschrift, „Ingolstadt ist ähnlich wie die TuS ein Verein, der gut zu mir passt.“ Die Gespräche mit Trainer Michael Wiesinger und Manager Harald Gärtner hätten ihn letztlich überzeugt, so der Mittelfeldspieler. Zudem haben ihm die Rahmenbedingungen mächtig imponiert: Neben den neuen Trainingsplätzen entsteht in Ingolstadt gerade auch ein neues Stadion für 15 000 Zuschauer. „Ein Schmuckkästchen“, so Hartmann. Zwischenzeitlich stand er auch in Verhandlungen mit dem MSV Duisburg („Ich hatte ein sehr gutes Gespräch mit Milan Sasic“), entschied sich dann aber doch für die Bayern.

    Der Abschied des Kapitäns hatte sich in den vergangenen Wochen bereits abgezeichnet, schließlich ist der gebürtige Schwabe in den vergangenen drei Jahren bei der TuS zu einem etablierten Zweitliga-Profi mit entsprechendem Marktwert gereift. Hartmann zählt damit zu jener Kategorie Spieler, die sich die Koblenzer eine Etage tiefer nicht mehr leisten können. „Die Spieler, die wir gern behalten würden, sind für uns schlicht nicht mehr zu finanzieren“, hält Trainer Petrik Sander nüchtern fest. Wohl auch deshalb haben die TuS-Verantwortlichen dem Kopf der Mannschaft bislang kein ernsthaftes Angebot vorgelegt – zumal dessen Berater signalisiert hatte, dass ein Weggang bevorsteht. „Ich hätte mir zwar auch vorstellen können, in Koblenz zu bleiben, aber es ist natürlich reizvoll, in der Zweiten Liga zu spielen“, so Hartmann. Trotz des Abstiegs überwiegen für den „Sechser“ die positiven Erinnerungen. „Ich habe mich absolut mit dem Verein identifiziert“, sagt Hartmann, „wer weiß, vielleicht gibt es irgendwann ein Wiedersehen.“ Ganz nebenbei: Hartmann hat in Koblenz auch sein privates Glück gefunden.

    Neben dem Kapitän ist zwischenzeitlich auch Ersatztorwart Marcus Rickert untergekommen. Der 26-Jährige wechselt zum Regionalligisten Sportfreunde Lotte, wo er als Nummer eins vorgesehen ist. So weit die Fakten, der Rest sind Spekulationen. Zum Beispiel wird Innenverteidiger Matej Mavric, der sich derzeit mit der slowenischen Nationalmannschaft auf die WM vorbereitet, ebenfalls in Ingolstadt gehandelt. Sein Nebenmann Benjamin Lense soll bei seinem Ex-Klub Dynamo Dresden ein Thema sein.

    Auf der anderen Seite wird es wohl ein Weilchen dauern, bis die TuS vermelden kann, wer aus dem aktuellen Kader bleibt (oder bleiben darf) und wer als Neuzugang auf dem Oberwerth anheuert.

    Die Kader-Planung, so zeichnet es sich derzeit ab, wird in diesem Sommer eine zähe Angelegenheit. Was angesichts der kniffligen Gemengelage aber nachvollziehbar ist. Nach wie vor laufen die Verhandlungen unter Vorbehalt, wird der Klub wohl erst im Juni unterschriftsreife Verträge vorlegen können – wenn die Drittliga-Lizenz in trockenen Tüchern ist.

    Weil der Kader noch nicht in den Urlaub entlassen worden ist, nutzt Trainer Sander die Zeit, um den einen oder anderen Testspieler unter die Lupe zu nehmen. Unter anderem durften sich die weithin (noch) unbekannten Fnan Tewelde, Luka Odak oder Rasit Cobuloglu bei der TuS vorstellen. Allesamt junge und talentierte Akteure, die auf den Sprung ins Profilager hoffen. „Vielleicht ist ja da einer dabei“, sagt Sander, der aber betont: „Die Spieler, die ich im Kopf habe, kenne ich und brauche sie nicht zu testen.“

    Angesichts der vielen offenen Baustellen richtet sich der Coach auch darauf ein, dass der Kader beim Trainingsauftakt am 14. Juni längst nicht komplett sein wird. Anders als in der Zweiten Liga fällt die Sommerpause nun aber vergleichsweise kurz aus. Der erste Spieltag in der Dritten Liga ist bereits für den 24. Juli terminiert.  

    Sven Sabock

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