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    MainzTuchel: Setzen Sliskovic keinen Rucksack auf

    Die schwere Verletzung von Adam Szalai beim Derbysieg in Kaiserslautern trübt die Stimmung am Bruchweg in der Vorbereitung auf das bevorstehende Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen den SV Werder Bremen.

    Petar Sliskovic (links).
    Petar Sliskovic (links).
    Foto: Eva Willwacher

    Mainz - Die schwere Verletzung von Adam Szalai beim Derbysieg in Kaiserslautern trübt die Stimmung am Bruchweg in der Vorbereitung auf das bevorstehende Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen den SV Werder Bremen.

    Besonders, seit die Ärzte als endgültige Diagnose einen Kreuzbandriss beim Stürmer des FSV Mainz 05 feststellten, der den Ungarn über die laufende Saison hinweg außer Gefecht setzt. "Die Sache zieht uns alle etwas runter", sagte Thomas Tuchel gestern. "Ehrlich gesagt, habe ich es jedoch befürchtet", fügte der 05-Trainer hinzu, "weil ich grundsätzlich bei Verletzungen, die so böse ausschauen, einen pessimistischen Eindruck habe."

    Tuchel hat mit dem ungarischen Angreifer, der sich zur Zeit in München aufhält, telefoniert, dabei jedoch den Eindruck gewonnen, dass Szalai ziemlich klar mit der Situation umgehe. Der 25-Jährige sei kein Typ, der Mitleid möchte, sagte der Trainer. "Doch es ist so, dass er uns nicht nur auf dem Feld fehlt. Adam ist auch in der Kabine ein wesentlicher Faktor."

    Disziplin und Geduld

    Szalai soll in etwa vier Wochen operiert werden. Der Bundesligist arbeitet derzeit daran, mit den Beteiligten einen Plan zu erstellen, damit Szalai die optimale Versorgung erhält. Vor allen Dingen in der nächsten Zeit, in der das beschädigte Bein des Stürmers ruhig gehalten werden muss. Klar ist jedoch, dass der Angreifer für den Rest der laufenden Spielzeit, in der Vorbereitung auf die nächste Saison und mit ziemlicher Sicherheit auch in den ersten Spielen der kommenden Runde der Mannschaft nicht zur Verfügung stehen wird. "Er braucht jetzt viel Disziplin und Geduld. Dann aber bin ich sicher, wird Adam wieder auf den Platz zurückkehren", sagte Tuchel.

    Die lange Zwangspause der zentralen Sturmspitze wirft natürlich die Frage auf, ob der Klub die richtige Entscheidung in dieser Situation traf. Tuchel und Christian Heidel hatten sich ja bekanntlich dafür entschieden, in der nun abgelaufenen Transferperiode nicht auf dem Markt aktiv zu werden. "Für unser Transferverhalten spielte es keine Rolle, ob es sich nun um einen Kreuzband- oder einen Außenbandriss handelte", erklärte der 05-Manager. "Es war klar, dass Adam die komplette Rückrunde ausfallen wird."

    Allerdings, fügte Heidel hinzu, beeinflusse Szalais Verletzung die Mainzer Kaderplanung für die neue Saison. "Ich tue mich immer schwer damit, eine solche Diskussion darüber zu führen, wer den Spieler ersetzen soll, der noch nicht mal operiert ist", sagte der Manager. "Natürlich wird er auch die erste Zeit in der neuen Runde nicht spielen können, wie es aussieht. Wir werden uns nun in Ruhe überlegen und uns besprechen, wie wir uns verhalten in der Kaderplanung für die nächste Spielzeit."

    Interessantes Debüt

    Der junge Petar Sliskovic, der beim 1:0-Erfolg auf dem Betzenberg ein interessantes und viel versprechendes Bundesligadebüt gegeben hatte, ist damit in der internen Hierarchie der 05-Stürmer gestiegen. "Petar ist jederzeit so weit anzugreifen. Durch die bitteren Umstände ist er jetzt eine Position näher heran gerückt", sagte Tuchel, betonte aber gleichzeitig, der 19-Jährige sei kein Eins-zu-eins-Ersatz für den Ungarn. "Sliskovics Situation im Kader ist absolut unabhängig von Szalai", erläuterte Tuchel. "Dafür ist der Junge aufgrund seiner Leistungen selbst verantwortlich. Wir setzen ihm keinen schweren Rucksack auf."

    Sliskovic, der im Regionalligateam der 05er in 15 Einsätzen zwölf Tore erzielt hat, darf auch am Samstag gegen den SV Werder Bremen mit seinem ersten Auftritt in einem Bundesligaspiel am heimischem Bruchweg rechnen. "Er ist ein vollwertiges Mitglied der Mannschaft seit dem ersten Training. Petar war im Kader für das Derby in Kaiserslautern, obwohl alle Stürmer für diese Partie dabei waren", erklärte der 05-Trainer. "Er war unabhängig von Adams Verletzung sowieso als Einwechselspieler geplant, weil er soweit ist." Der Sieg im Derby sei ein Erfolg zur rechten Zeit gewesen, "Auch wenn er zäh und sicherlich kein fußballerischer Leckerbissen war", sagte Tuchel.

    05er nicht in Favoritenrolle

    Dieser Erfolg soll den Mainzern nun bei ihrem Vorhaben helfen, am Samstag wieder einmal einen Heimsieg zu landen. "Das ist absolut unser Ziel. Am liebsten einen Sieg als Endprodukt einer guten Leistung. Das ist unsere Wunschvorstellung", sagte der 05-Trainer. Auch wenn sich Werder Bremen augenblicklich in einer prekären Tabellensituation befindet (22 Punkte, Platz 15), sehen sich die Mainzer nicht in der Favoritenrolle. Für Tuchel gehört die Mannschaft von Thomas Schaaf aufgrund ihres spielerischen Potenzials und ihrer individuellen Fähigkeiten immer noch zu den Topteams der Liga, das sich am Bruchweg so aufstellen werde, um die Punkte mitzunehmen. "Darauf müssen wir uns einstellen und vorbereiten. Wir sind gefordert, alles in die Waagschale zu werfen, um deren Potenzial nicht zur Entfaltung kommen zu lassen", erklärte der 05-Trainer.

    Jörg Schneider

    Nach seiner abgesessenen Gelbsperre und überstandener Verletzung ist Eugen Polanski gegen die Bremer wieder ein Kandidat für die Startaufstellung im Mittelfeld der Mainzer.

    Mainz 05
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