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    MainzKneipenplätze sind beim 05-Spiel begehrt

    Während es in den Geschäften beim Mantelsonntag brummt, wächst bei den 05-Fans in den Straßen der Innenstadt allmählich eine Unruhe. Tabellenführer Mainz trifft heute auf seinen härtesten Verfolger Borussia Dortmund.

    In der Andau ist jeder Platz belegt. Die 05-Fans zittern bis zur letzten Minute.
    In der Andau ist jeder Platz belegt. Die 05-Fans zittern bis zur letzten Minute.
    Foto: Michael Bellaire

    Mainz - Während es in den Geschäften beim Mantelsonntag brummt, wächst bei den 05-Fans in den Straßen der Innenstadt allmählich eine Unruhe. Tabellenführer Mainz trifft heute auf seinen härtesten Verfolger Borussia Dortmund.

    Eine Stunde vor Anpfiff richten sich die Schritte der Passanten merklich in Richtung einer der vielen Mainzer Fußballkneipen. Zur Andau schafft es ein älteres Ehepaar etwas verspätet. Und das, obwohl es bis zum Spielbeginn noch gut 20 Minuten sind. Doch die Fußballbegeisterten in der kleinen Kneipe drängen sich bereits bis an die Tür - die Chance auf einen Sitzplatz hat man hier wahrscheinlich schon vor einer Stunde verspielt. Man verweist das Paar auf das nahe gelegene Sixties. Ob sie dort mehr Glück haben werden?

     

    15:30 Uhr, das Spiel beginnt. In der Enge der Andau kam es schon vor Anpfiff zu ersten kleinen Nickligkeiten: Drängler werden zurechtgewiesen, vom einen Gast ein „Tür zu!“ erbeten, vom anderen das Gegenteil. Mit Spielbeginn verebbt das Gezetere deutlich, schnell ist die Laufkundschaft von den Stammgästen über die häuslichen Sitten in Kenntnis gesetzt. Von draußen dröhnt eine Tassnachtskapelle bis in den Kommentar des Moderators.

    Mit Punsch und Glühwein in der Hand betritt Andrea Staab mit ihrer Schwester die Kneipe. Vom Eingangsbereich suchen sie nach dem einigermaßen freien Blick auf das Geschehen im Bruchwegstadion. „Wir wollen eigentlich nur mal so gucken, was los ist, und dann geht's weiter", sagt die Nauheimerin, deren Ehemann Besitzer eine Dauerkarte der 05er ist. Dann fällt das erste Tor: 1 zu 0 für Dortmund. Klarer Dämpfer für die Stimmung im Raum.

     

    „Wann fangen die denn an zu spielen?“ Eine ältere Dame, die durch die Tür in die Kneipe lugt, ist sichtlich betroffen, als man ihr vom Rückstand berichtet. Fast 60 Minuten bleiben den Mainzern noch, das 0 zu 1 gegen Klopps Truppe wettzumachen. Der Dame passt das gut in den Zeitplan: „Dann geh mer jetzt schnell en Federweißer trinke, und dann komme mer.“

    Genauso voll wie in der Andau, jedoch mit deutlich mehr Sitzplätzen, ist im Domgickel nach ersten guten Chancen der Mainzer in der zweite Halbzeit die Stimmung verheißungsvoll. Kollektives Atem-Anhalten, dann der entnervte Griff an den Kopf und der Wut wird Luft gemacht. Mainz 05 verschießt in der 48 Minute seinen Elfmeter.

    Mittendrin Kerstin L., die in ihrem 05er-Shirt als einzige vom Spiel selbst kaum etwas mitbekommt. Kerstin arbeitet im Domgickel, verteilt das Bier im Akkord und kann nur vereinzelt den Fernsehbildern folgen. So bekommt sie das 2 zu 0 in der 67 Minute nur indirekt mit. „Eigentlich dachte ich, dass sie heute gewinnen“, wundert sich der treue Fan. „Immer wenn ich arbeite, gewinnen sie eigentlich.“ So hatte leider auch hier eine Erfolgsserie ihr Ende. 

     

    Daniel Seeger

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